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Gewässerbelastungen

Belastungen zurückgegangen

Obschon das Wasser für die Landwirtschaft ein sehr wichtiger Produktionsfaktor ist, stellt diese auch eine Gefährdung für das Wasser dar. Durch Pflanzenschutzmittel, Dünger u.a. Stoffe entstehen Belastungen für die Gewässer.

 

Mit ausgewählten Indikatoren wird die Umweltbelastung gemessen. So sind zum Beispiel die Stickstoffbelastung (Nitratbelastung der Gewässer) seit 1985 um 25 Prozent, der Verkauf von Pflanzenschutzmitteln seit 1990 gar um 30 Prozent zurückgegangen.

Pflanzenschutzmittel zurückhaltend einsetzen

Mit dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln befasst sich die Fachstelle Pflanzenschutz des Landwirtschaftlichen Zentrums St.Gallen in Salez. Hier lautet die Grundphilosophie: Pflanzenschutzmittel werden nur dann eingesetzt, wenn Schädlinge und Krankheiten die Schadschwellen überschreiten, d.h. der ökonomische Schaden bei einem Nichteingreifen mit Pflanzenschutzmitteln grösser ist als die Kosten des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln.

 

Die Zulassungsbedingungen für Wirkstoffe haben sich in den letzten Jahren zunehmend verschärft. Dies gilt für bereits bewilligte und für neue Pflanzenschutzmittel. Die Bewilligung für solche Produkte ist jeweils auf 10 Jahre befristet und muss nach Ablauf dieser Frist beim BLW erneuert werden. Umweltgefährdende Stoffe können nach periodischer Überprüfung von der Liste gestrichen werden (z.B. Atrazin).

 

Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist in den letzten Jahren im Kanton St.Gallen stark zurückgegangen, weil besonders im Pflanzenbau das Bewusstsein für einen gezielten Einsatz dieser Hilfsstoffe stark zugenommen hat (Stichworte: Integrierte ProduktionAufklapp-PfeilIntegrierte ProduktionDer ökologischer Leistungsnachweis (ÖLN, früher integrierte Produktion genannt)  stellte bei der Einführung im Jahr 1993 eine ökologische Art der landwirtschaftlichen Produktion dar. Im Rahmen der neuen Landwirtschaftsgesetzgebung und der Einführung der Direktzahlungen wurde der ökologischer Leistungsnachweis zum Standard erklärt und ist heute eine Grundvoraussetzung für den Erhalt der Direktzahlungen.Direktzahlungen, BiolandbauAufklapp-PfeilBiolandbauMit Biolandbau wird eine landwirtschaftliche Produktionsweise unter Berücksichtigung der natürlichen Kreisläufe sowie mit Verzicht auf chemisch-synthetische Hilfsstoffe (Dünger, Pflanzenschutzmittel) bezeichnet. Dünger).

Einsatz von Medikamenten in der Landwirtschaft

Der Einsatz von Medikamenten ist gesetzlich streng geregelt: Präventiver Einsatz von Medikamenten wie Antibiotika oder solche zur Leistungsförderung sind heute verboten. Dennoch stellen Mikroverunreinigungen in Gewässern, die u.a. auch durch Jauche von Tierhaltungsbetrieben in den Gewässerkreislauf eingebracht werden, heute ein Problem dar.

 

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