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Grundwasserstand: Jahreszeiten lassen den Grundwasserspiegel schwanken

Bachbett im Winterkleid

Die Grundwasserneubildung ist u.a. stark von Witterung und Klima abhängig. Daher schwankt der Grundwasserspiegel Aufklapp-PfeilGrundwasserspiegelDie Oberfläche des Wassers im Untergrund wird als Grundwasserspiegel bezeichnet. Gemessen wird er in Bohrungen (Piezometer) und in Entnahmebrunnen.Bohrungenunter dem Einfluss der Jahreszeiten. Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen Niederschlag und Grundwasserstand.

Frühsommerlicher Wasseranstieg

Anfangs Jahr erreicht der Grundwasserspiegel meist einen Tiefstand, der bis in den April anhält. Danach steigt er unter dem Einfluss vermehrter Regenfälle und der Schneeschmelze stark an und erreicht im Juni einen Höchststand. Im Hochsommer ist die Verdunstung durch die Vegetation am höchsten; starke Gewitter lassen den Grundwasserspiegel jedoch immer wieder ansteigen.

Herbstlicher Wasserrückgang

Der merkliche Rückgang der Niederschlagsmengen im Herbst wirkt sich ebenfalls - wenn auch leicht verzögert - auf den Grundwasserstand aus.

Grundwasserstand der Messstelle Kaltbrunn - Adelmatt von 1990 - 2009

Bild vergrössern: Grafik: Schwankender Grundwasserstand von 2000 bis 2009

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Die Messstation Kaltbrunn-Adelmatt liegt ausserhalb des Einflussbereichs von OberflächengewässernAufklapp-PfeilOberirdisches GewässerWasserkörper mit Sohle und Böschung sowie die tierische und pflanzliche Besiedlung (Art. 4 GSchG). Oberirdische Gewässer umfassen stehende Gewässer (Seen, Weiher und Teiche) und Fliessgewässer (Bäche, Flüsse und Flussstaue). und Nutzungen und ist vor allem durch Hangwasser beeinflusst. Die jährlichen Schwankungen von mehreren Metern (siehe Pfeil rechts) sind durch die ungleich verteilten Niederschläge verursacht (längere Perioden mit Überschuss in Blau und Defizit in Gelb). Gut erkennbar ist der tiefste registrierte Monatsmittelwert im trockenen Sommer 2003 und die anschliessende langandauernde Erholungsphase.

Grundwasserstand der Messstelle Diepoldsau Rietbrücke von 1990 - 2009

Bild vergrössern: Grafik: Schwankender Grundwasserstand von 2000 bis 2009

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Die Messstation Diepoldsau-Rietbrücke liegt ausserhalb des Einflussbereichs einer Grundwassernutzung und wird vor allem durch Oberflächengewässer beeinflusst. Die Versickerung von Flusswasser aus dem Rhein hat eine ausgleichende Wirkung: Geringe Grundwasserspiegelschwankungen von wenigen Metern (siehe Pfeil rechts), Perioden mit verhältnismässig geringem Überschuss in Blau und verhältnismässig geringen Defiziten in Gelb. Gut erkennbar sind der tiefste registrierte Monatsmittelwert im trockenen Sommer 2003 und die anschliessende eher kurze Erholungsphase.


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