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Nitrat im Grundwasser

Nitrat (NO3ˉ)Aufklapp-PfeilNitratDas Nitrat-Ion (NO3-) ist das Anion der Salpetersäure. Salze, die das Nitrat-Ion enthalten, bezeichnet man als Nitrate. Nitrate werden in der Landwirtschaft als Düngemittel eingesetzt.  Es gilt mittlerweile als erwiesen, dass übermässiger Düngeeinsatz zu einem erhöhten Nitratgehalt in insbesondere oberflächennahen Trinkwasservorkommen führen kann. Der Anforderungswert für Trinkwasser beträgt 25mg/l.  Zu viel Nitrat im Trinkwasser und in gedüngtem Gemüse kann zu einer gesundheitlichen Gefährdung führen. Ein zu hoher Nitrat-Wert des Wassers stellt auch eine Gefährdung der Wassertiere dar, die mitunter zum Tode führen kann. ist ein für Pflanzen wichtiger Nährstoff, der durch Umwandlungsprozesse aus Hofdünger (Gülle, Mist, Kompost) entsteht und auch als Kunstdünger ausgebracht wird. Nitrat ist gut in Wasser löslich, weshalb es leicht aus dem Boden ausgewaschen werden kann und so ins Grundwasser oder in Oberflächengewässer gelangt. Zu hohe Nitratwerte im Grundwasser sind unerwünscht. Wenn der Anforderungswert von 25 mg/l überschritten wird, sind Abklärungen vorzunehmen und gegebenenfalls Massnahmen einzuleiten. Bei einer Überschreitung des ToleranzwertesAufklapp-PfeilToleranzwertDie Höchstkonzentration eines Stoffes wird als Toleranzwert oder als Grenzwert angegeben.Der Toleranzwert ist die Höchstkonzentration, bei dessen Überschreitung das Lebensmittel als verunreinigt oder sonst im Wert vermindert gilt. von 40 mg/l gilt das Wasser als ungeeignet für die Trinkwasserversorgung.

 

Im Kanton St.Gallen sind 95% der Nitrat-Messwerte unter 25 mg/l (Anforderungswert gemäss Anhang 4 Ziffer 22 Abs. 2 Nr. 3 der Gewässerschutzverordnung). In landwirtschaftlich intensiv genutzten Gebieten im Rheintal trägt die Infiltration von Rheinwasser zu einer Verdünnung des Nitrats im Grundwasser bei. Dieser Verdünnungseffekt fehlt im Raum Wil und im Fürstenland, was dort zu höheren Nitratwerten führt. In den Voralpen, im Alpstein und im Sarganserland herrschen gute Verhältnisse: hier liegen die Nitratwerte durchwegs unter der Hälfte des Anforderungswerts.

 

Bei Beachtung einer ausgeglichenen HofdüngerbilanzAufklapp-PfeilHofdüngerGülle, Mist und Silosäfte aus der Nutztierhaltung (Art. 4 GSchG).vgl. Art. 4 GSchG und einer guten Fruchtfolge mit möglichst geschlossener Vegetationsdecke (auch im Winter) kann eine Reduktion der Nitrateinträge ins Grundwasser erreicht werden.

 

Nitratwerte seit 2004 leicht angestiegen

Tendenziell liegen die Werte der Nitratkonzentration heute eher höher als zu Beginn der Messungen im Jahr 2001. Insbesondere nach dem trockenen Sommer 2003 war ein deutlicher Anstieg des Nitrats im Grundwasser zu verzeichnen. Mehrere Messwerte lagen über dem Anforderungswert von 25 mg/l, einzelne gar über dem Toleranzwert von 40 mg/l. Generell ist jedoch die Qualität des Grundwassers bezüglich Nitrat nach wie vor gut.

 

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