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Keimzahlen

Generell weist bereits das RohwasserAufklapp-PfeilRohwasserMit Rohwasser wird das direkt aus dem Quellschacht oder aus dem Grundwasserbrunnen entnommene Wasser bezeichnet, bevor es gegebenenfalls aufbereitet und ins Trinkwassernetz geleitet wird. der Trinkwasserfassungen eine geringe Belastung mit KeimenAufklapp-PfeilAerobe mesophile Keime Aerobe mesophile Keime sind Bakterien, die unter Sauerstoff und bei mittleren Temperaturen am besten wachsen. Sie sind ein Indikator für den hygienisch-mikrobiologischen Zustand eines Lebensmittels, z.B. Trinkwasser. Hohe Koloniezahlen sind ein Hinweis für mögliche weitere schädliche Bakterien. Die Einheit KBE/ml (Kolonie bildende Einheiten pro Milliliter Probe) entspricht der Anzahl vermehrungsfähiger Bakterien pro Milliliter Probe. auf. Die gemessenen Werte sind auch von der Witterung bei der Probenahme abhängig. Erhöhte Werte sind vor allem bei Fassungen in KarstgebietenAufklapp-PfeilKarstgebieteGesteinsformation, die aufgrund von Lösungsvorgängen durch kohlensäurehaltiges Wasser Hohlräume von erheblichem Volumen (bis hin zu Höhlen) enthalten können. Verkarstungsfähige Gesteine sind Karbonatgesteine (Kalk, Dolomit) und Evaporite (Gips, Steinsalz). und bei stark heterogenen Kluft-GrundwasserleiternAufklapp-PfeilKluft-GrundwasserleiterIn einem Kluft-Grundwasserleiter fliesst das Grundwasser entlang von Trennflächen wie Rissen, Spalten, Klüften und Schichtfugen, die im Gesteinsverband in der Regel ein verzweigtes Netzwerk bilden. Die Fliessgeschwindigkeit hängt von der Öffnungsweite der Klüfte, der Kluftdichte und der Vernetzung der Klüfte ab. Die Speicherwirkung ist meistens gering; das Reinigungsvermögen ist je nach Zerklüftungsgrad sehr unterschiedlich. Bei weiten Kluftöffnungen und/oder hohen Fliessgeschwindigkeiten werden Schadstoffe ungenügend gefiltert oder absorbiert. zu finden. Wegen hoher Fliessgeschwindigkeiten ist bei solchen Untergrundverhältnissen das Reinigungsvermögen eingeschränkt.

 

Aufbereitung des Rohwassers

Das zeitweise keimhaltige Rohwasser wird aufbereitet, damit das an die Bezüger abgegebene Wasser den Anforderungen der Lebensmittelgesetzgebung entspricht. Bei Lockergesteins-Grundwasserleitern (z.B. im Rheintal, Seeztal, Thurtal) ist die Filterwirkung in der Regel so gut, dass die Keimzahlen von Natur aus gering sind und das Wasser nicht oder nur vorsorglich aufbereitet werden muss. Eine wichtige Voraussetzung ist die Einhaltung der Vorschriften in den GrundwasserschutzzonenAufklapp-PfeilGrundwasserschutzzonenGrundwasserschutzzonen bestehen aus dem Fassungsbereich (Zone S1), der Engeren Schutzzone (Zone S2) und der Weiteren Schutzzone (Zone S3). Sie sollen das Wasser von bestehenden Grundwasserfassungen vor Beeinträchtigung schützen.GewässerschutzkarteGewässerschutzkarte im Geoportal (www.geoportal.ch), wie das Ausbringverbot für flüssige Hofdünger oder die regelmässige Dichtheitsprüfung von Abwasserleitungen.

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