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Grundwasserqualität: Messergebnisse

Probenahme im Quellschacht

Die Qualität des GrundwassersAufklapp-PfeilGrundwasserWasser, das Hohlräume des Untergrundes (z.B. Poren, Klüfte) zusammenhängend ausfüllt und hauptsächlich der Schwerkraft und nicht den Kapillarkräften unterliegt. im Kanton St.Gallen wird seit Anfang 2001 systematisch überwacht. Dabei werden etwa 60 Messstellen (Grundwasserfassungen, Quellen und Bohrungen) mindes­tens zweimal jährlich beprobt. Bei allen Messstellen werden standardmässig chemisch-physika­lische und mikrobiologische Messgrössen (z.B. Nitrat, Chlorid, Leitfähigkeit, Gesamthärte, Keim­zahl) ermittelt. Mit ergänzenden Untersuchungen, die teilweise schweizweit koordiniert sind, werden weitere chemische Substanzen wie Pestizide, Treibstoffzusätze oder Arzneimittel analysiert. Die Grundwasserüberwachung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem kantonalen Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen, dem Bundesamt für Umwelt und den örtlichen Wasserversorgungen.

Positive Gesamtbeurteilung

Gesamthaft betrachtet kann die Grundwasserqualität im Kanton St.Gallen generell als gut bezeichnet werden. Vorhandene Verschmutzungen haben meist lokale Ausmasse. Vor allem im unteren Thurtal und im Fürstenland (Raum Wil–Gossau–Rorschach) ist das Grundwasser überdurchschnittlich mit NitratAufklapp-PfeilNitratDas Nitrat-Ion (NO3-) ist das Anion der Salpetersäure. Salze, die das Nitrat-Ion enthalten, bezeichnet man als Nitrate. Nitrate werden in der Landwirtschaft als Düngemittel eingesetzt.  Es gilt mittlerweile als erwiesen, dass übermässiger Düngeeinsatz zu einem erhöhten Nitratgehalt in insbesondere oberflächennahen Trinkwasservorkommen führen kann. Der Anforderungswert für Trinkwasser beträgt 25mg/l.  Zu viel Nitrat im Trinkwasser und in gedüngtem Gemüse kann zu einer gesundheitlichen Gefährdung führen. Ein zu hoher Nitrat-Wert des Wassers stellt auch eine Gefährdung der Wassertiere dar, die mitunter zum Tode führen kann. und PestizidenAufklapp-PfeilPestizidesiehe Pflanzenschutzmittel belastet. In einigen Gebieten führen natürliche Sickerwasserzuflüsse aus torfhaltigen Böden zu Sauerstoffarmut im Grundwasser, was wiederum die Löslichkeit von Eisen und Mangan erhöht. Solche Gebiete finden sich vor allem im Rheintal und in der Linthebene. Anlass zu Beanstandungen gibt am häufigsten die mikrobiologische Qualität des RohwassersAufklapp-PfeilRohwasserMit Rohwasser wird das direkt aus dem Quellschacht oder aus dem Grundwasserbrunnen entnommene Wasser bezeichnet, bevor es gegebenenfalls aufbereitet und ins Trinkwassernetz geleitet wird. von Quellen. Eine Verbesserung konnte mit dem seit Ende der 1990er Jahre geltenden Verbot für den Austrag von flüssigen Hofdüngern in der Engeren Schutzzone S2 erreicht werden.


Schutzmassnahmen weiterhin wichtig

Im Kanton St.Gallen werden rund drei Viertel des Trinkwassers aus dem Grundwasser gewonnen. Den Schutzmassnahmen kommt daher grosse Bedeutung zu. Unerlässlich sind diese in den Schutzzonen Aufklapp-PfeilGrundwasserschutzzonenGrundwasserschutzzonen bestehen aus dem Fassungsbereich (Zone S1), der Engeren Schutzzone (Zone S2) und der Weiteren Schutzzone (Zone S3). Sie sollen das Wasser von bestehenden Grundwasserfassungen vor Beeinträchtigung schützen.GewässerschutzkarteGewässerschutzkarte im Geoportal (www.geoportal.ch)bei den Fassungen. Für eine gute Grundwasserqualität sind aber ganz generell und flächendeckend eine auf den Bedarf der Pflanzen abgestimmte Düngung und ein möglichst zurückhaltender Einsatz von PflanzenschutzmittelnAufklapp-PfeilPflanzenschutzmittelPflanzenschutzmittel sind Wirkstoffe und Zubereitungen, die dazu bestimmmt sind:  - Pflanzen und Pflanzenerzeugnisse vor Schadorganismen zu schützen oder deren Einwirkungen vorzubeugen;- in einer anderen Weise als ein Nährstoff die Lebensvorgänge von Pflanzen zu beeinflussen;- Pflanzenerzeugnisse zu konservieren;- auf ein unerwünschtes Pflanzenwachstum Einfluss zu nehmen. wichtig. Auch beim Ausbringen von Streusalz im Winter kann mit einem massvollen Einsatz und geeigneten Geräten eine unnötige Belastung der Umwelt vermieden werden.

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