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Untersuchungskonzept Fliessgewässer

Flussmotiv Unters. Konzept Gewässer

Die Wasserqualität der Flüsse, Bäche und Seen im Kanton St. Gallen wird regelmässig überwacht. Hierbei bewerten wir den physikalischen, chemischen, biologischen sowie ökomorphologischen Zustand dieser Gewässer. Die Gewässerschutzverordnung (GSchV) sowie das

Modul-Stufen-Konzept des BAFU geben die entsprechenden Richtlinien vor. So ist es möglich, frühzeitig auf negative Veränderungen zu reagieren und entsprechende Massnahmen zu setzen.

Fliessgewässer

Mit den 19 Hauptmessstellen im Kanton St. Gallen sollen langfristige Trends erhoben werden. Diese Messstellen sind flächendeckend über den Kanton verteilt. Untersucht werden vor allem mittlere und grosse Fliessgewässer mit entsprechender Bedeutung für ihr Einzugsgebiet. Etwa die Hälfte davon sind Teil des NAWA Trend Messnetzes des Bundes. Die Beurteilung der chemisch-physikalischen Wasserqualität erfolgt bei Hauptmessstellen mittels monatlichen Stichproben für Nährstoffe sowie alle sechs Jahre anhand biologischer Parameter an 56 Messstellen. An ausgewählten Messstellen erfolgt die Beurteilung der Belastung durch Mikroverunreinigungen mittels Sammelproben.

 

Mit temporären Messstellen soll eine Verfeinerung des Messnetzes erreicht werden. Sie dienen zur Identifikation von belasteten Gewässern und der massnahmenorientierten Überwachung. Untersucht werden vor allem kleinere und mittlere Fliessgewässer in der Regel während eines Jahres. Die Beurteilung der chemisch-physikalischen Wasserqualität erfolgt mittels Stichproben, bei Mikroverunreinigungen grösstenteils mittels Sammelproben. Die Beurteilung der biologischen Wasserqualität basiert vorrangig auf den Parametern Makrozoobenthos, Kieselalgen und Äusserer Aspekt des Modul-Stufen-Konzepts.

 

Spezifische Fragestellungen lassen sich mit den Erkenntnissen aus der Routineüberwachung nicht beantworten, sondern erfordern Spezialkampagnen wie beispielsweise stoffspezifische Untersuchungen, Eintragsdynamiken und Spitzenkonzentrationen, Erfolgskontrollen für ARA Ausbauten, Revitalisierungen, und anderes.

Seen

Die Überwachung des Bodensees erfolgt durch die Internationale Gewässerschutzkommission für den Bodensee (IGKB). Die Wasserversorgung Zürich (WVZ) untersucht den Walensee und den Zürich-Obersee mit finanzieller Unterstützung der Anliegerkantone. Die Untersuchung ausgewählter Kleinseen hinsichtlich Nährstoffgehalt, Produktivität und Sauerstoffverhältnissen während jeweils zweier Jahre erfolgt je nach Bedarf und vorhandenen Ressourcen.

 

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