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Gewässerschutzerfolge

Für den Schutz der Gewässer wurde vieles getan . . .

Nachklärbecken ARA

Heute reinigen im Kanton St.Gallen 42 kommunale ARA rund 90 Mio. Kubikmeter Abwasser pro Jahr. Gut 98 Prozent aller Einwohner sind an eine ARA angeschlossen. Das Kanalisationsnetz mit rund 3'000 Kilometer Länge ist länger als das Strassennetz. Der Wiederbeschaffungswert der Kanalisationen, Sonderbauwerke und öffentlichen ARA im Kanton St.Gallen beträgt heute rund 4.5 Milliarden Franken. Das sind rund 10'000 Franken pro Einwohner. Seit 1994 wurden die meisten ARA im Kanton St.Gallen ausgebaut und modernisiert.


In vielen Industrie- oder Gewerbebetrieben sind zudem Anlagen in Betrieb, in denen verschmutztes Abwasser aus Produktionsprozessen vorbehandelt wird.

 

In der Landwirtschaft sind Vorschriften in Kraft, die geringere Verluste von Nährstoffen in die Gewässer verlangen. Im Vordergrund stehen dabei ausgeglichene Nährstoffbilanzen auf den landwirtschaftlichen Betrieben. Das bedeutet, dass nur so viel Gülle produziert und ausgebracht werden darf, wie die Pflanzen aufnehmen können. Zudem muss darauf geachtet werden, dass die Gülle zum richtigen Zeitpunkt auf die Wiesen gebracht wird.

. . . und noch vieles bleibt zu tun!

In den Bereichen:

- Gewässerlebensräume: Qualität verbessern, Hindernisse beseitigen, Raum für Fliessgewäs-

  ser langfristig sichern, Gewässerunterhalt schonend betreiben.

- Abwasserreinigungsanlagen: gute und stabile Reinigungsleistung gewährleisten, Mass-

  nahmen zur Verbesserung der Situation an Steinach und Glatt umsetzen.

- Generelle Entwässerungsplanung (GEP)Aufklapp-PfeilGenereller Entwässerungsplan (GEP)Um die Anforderungen des Gewässerschutzgesetzes des Bundes zu erfüllen, müssen die Gemeinden eine generelle Entwässerungsplanung durchführen. Dabei wird in einer ersten Phase eine umfassende Zustandserhebung (z.B. Zustand der Kanalisationen, der Zustand der von der Siedlungsentwässerung betroffenen Gewässer oder auch die Menge des Fremdwassers, welches auf die ARA gelangt) durchgeführt. Anhand dieser Grundlagen wird dann für das Siedlungsgebiet ein künftiges Entwässerungskonzept festgelegt. Anschliessend wird in Machbarkeitsstudien oder Vorprojekten in einer dritten Phase die konkrete Umsetzung vorbereitet.  Der GEP enthält auch Angaben zum zeitlichen Vorgehen sowie Kostenschätzungen zu den Massnahmen. Er soll Auskunft geben, wo investiert werden soll, um mit minimalen Kosten den grössten Nutzen zu erzielen. Der GEP ist ein wichtiges Planungs- bzw. Führungsinstrument. Er bildet auch Grundlage für eine verursachergerechte Finanzierung der Abwasserentsorgung. ARA (Abwasserreinigungsanlage)Kanalisation in den Gemeinden: Entwässerungskonzepte  
  umsetzen, Mischwasserentlastungen aus Kanalnetzen minimieren, undichte Abwasser-

  kanäle sanieren.

- Landwirtschaft: in den Landwirtschaftsbetrieben ausgeglichene NährstoffbilanzenAufklapp-PfeilNährstoffbilanzDie Nährstoffbilanz (auch Düngerbilanz) ist eine Gegenüberstellung des Nährstoffbedarfs der pflanzlichen Kulturen auf einem Landwirtschaftsbetrieb im Vergleich zu den eingesetzten Nährstoffen aus der betrieblichen Tierhaltung (Hofdünger) und den zugeführten zusätzlichen Düngern (Mineraldünger, Kompost) und zugeführten Futtermitteln. Ziel sollte sein, dass sich Nährstoffbedarf und Nährstoffanfall resp. -einsatz im Gleichgewicht befinden. Die Basis für eine Berechnung der aktuellen Nährstoffbilanz stellen die Grundlagen für die Düngung im Acker- und Futterbau (GRUDAF 2009) dar.HofdüngerKompost aus-

  weisen, Hofdüngerlager sanieren, Gülle korrekt ausbringen, Pufferstreifen einhalten,

  Pflanzenschutzmittel zurückhaltend und bedacht einsetzen und Restmengen umweltgerecht

  entsorgen.

- MikroverunreinigungenAufklapp-PfeilMikroverunreinigungenStoffe wie Medikamente und Hormone, Pestizide, aber auch gewisse Industriechemikalien können in unseren Gewässern im Spurenbereich, d.h. in sehr tiefen Konzentrationen festgestellt werden (Mikrogramm bis zu Nanogramm pro Liter, d.h. Millionstel bis zu Milliardstel Gramm pro Liter). Sie werden unter dem Begriff "Mikroverunreinigungen" zusammengefasst und sind meist biologisch nur schwer oder nicht abbaubar. Ihre Bestimmung ist aufwändig und wird nicht routinemässig durchgeführt.: punktuelle Belastungsquellen ermitteln und sanieren, Entwicklung

  der Strategie des Bundes verfolgen.

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