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Abwasserreinigungsanlagen beseitigen Mikroverunreinigungen

Im Kanton St.Gallen müssen aufgrund der Kriterien der Gewässerschutzverordnung nach heutigem Stand neun ARA Massnahmen zur Elimination von Mikroverunreinigungen treffen. Es sind dies: ARA Altenrhein in Thal, Rosenbergsau in Au, Altstätten, Rapperswil-Jona, Wil, Oberglatt in Flawil, St.Gallen-Au, St.Gallen-Hofen in Wittenbach und Morgental in Steinach.

 

Zwei weitere ARA im Einzugsgebiet des Bodensees (Buchs) bzw. des Zürich-Obersees (Schmerikon-Obersee) werden in einigen Jahren ebenfalls betroffen sein. Diese Anlagen werden bis dann das Abwasser von 24‘000 Einwohnern aufnehmen.

Anlagen an der Thur

Entlang der Thur befinden sich zahlreiche, häufig auch kleinere ARA, welche ihr gereinigtes Abwasser in dieses Gewässer einleiten. Dies führt dazu, dass der Anteil Abwasser in der Thur bei Niederbüren bei Niederwasser etwa 30 Prozent beträgt. Eine kantonale Studie hat aufgezeigt, dass im Einzugsgebiet der Thur die beiden ARA Flawil und Wil aufrüsten müssen. Gemäss einer zweiten, vertiefenden Studie könnte sich für die Gemeinden Wil, Uzwil, Jonschwil und Zuzwil eine Zusammenarbeit bei der Abwasserreinigung lohnen. Zurzeit laufen in diese Richtung weitere Abklärungen.

Umsetzung hat begonnen

Die meisten der betroffenen ARA im Kanton St.Gallen haben mit den ersten Planungsarbeiten für den Ausbau begonnen. Bei der ARA Altenrhein haben die Bauarbeiten für die neue Stufe bereits angefangen. Bis Ende des Jahres 2020 sollten aus heutiger Sicht zwei Anlagen über eine Stufe zur Elimination von Mikroverunreinigungen verfügen.

Der Ausbau aller Anlagen im Kanton St.Gallen wird Investitionen von rund 120 Millionen Franken auslösen. 

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