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Störfälle vermeiden und allfällige Folgen vermindern

Brand in Industriegebäude

Unfall, Betriebsstörung, Brand, Explosion, Behälterleck, Schadenereignis: verschiedene Begriffe für unerwünschte Ereignisse, für die - vorausgesetzt, es sind gefährliche Stoffe oder Organismen involviert und sie übersteigen eine gewisse Grösse - zusammenfassend der Begriff "Störfall" verwendet wird. Nicht zu den Störfällen gehören die alltäglichen störenden Nebenwirkungen, die bei der Verfolgung eines Ziels in Kauf genommen werden müssen, wie zum Beispiel die normalen Emissionen aus industriellen Tätigkeiten.

 

Gesetze und Verordnungen für den Fall, dass ...

Um Störfälle möglichst zu vermeiden und - wenn sie trotzdem vorfallen - um den Schaden möglichst gering zu halten, sind verschiedene Gesetze und Verordnungen geschaffen worden. Es sind dies unter anderen:

 

 

  • Teile der Gewässerschutzgesetzgebung
  • Teile der Feuerschutzgesetzgebung
  • Teile der Rohrleitungsgesetzgebung
  • Verordnung über den Umgang mit Organismen in geschlossenen Systemen (Einschliessungsverordnung)
  • Verordnungen über die Beförderung gefährlicher Güter auf der Strasse und auf der Schiene
  • Verordnung über Gefahrgutbeauftragte für die Beförderung gefährlicher Güter auf Strasse, Schiene und Gewässern
  • Umweltschutzgesetz (insbesondere Art. 10)
  • Störfallverordnung.

Die ersten sechs der aufgelisteten Gesetzeswerke verlangen je nach Art der Anlage und des Betriebs ganz konkrete SicherheitsmassnahmenAufklapp-PfeilSicherheitsmassnahmenDer Inhaber eines Betriebes oder eines Verkehrsweges muss von sich aus alle zur Verminderung des Risikos geeigneten Massnahmen treffen, die nach dem Stand der Sicherheitstechnik verfügbar, aufgrund seiner Erfahrung ergänzt und wirtschaftlich tragbar sind. Unter anderem bedeutet dies:

    einen geeigneten Standort auszuwählen erforderliche Sicherheitsabstände einzuhalten gefährliche Stoffe, Zubereitungen und Prozesse durch weniger gefährliche zu ersetzen Brandschutzmassnahmen und Massnahmen, die auslaufende Flüssigkeiten zurückhalten, zu treffen Stoffe unter Berücksichtigung ihrer Eigenschaften geordnet zu lagern Anlagen mit zuverlässigen Mess-, Steuer- und Regeleinrichtungen auszustatten die innerbetriebliche Zuständigkeit für das Treffen und Überwachen der Sicherheitsmassnahmen festzulegen richtig ausgebildetes Personal in genügender Anzahl einzusetzen mit Ereignisdiensten (Feuerwehr) mögliche Einsätze im Voraus abzusprechen
    Wird in einer Risikoermittlung festgestellt, dass das Risiko nicht tragbar ist, so ordnet die Vollzugsbehörde die erforderlichen zusätzlichen Massnahmen an. Zu diesen gehören nötigenfalls auch Betriebs- oder Verkehrsbeschränkungen bzw. -verbote.InhaberStand der Sicherheitstechnik, die zwingend eingehalten werden müssen. Das Umweltschutzgesetz (Art. 1 und 10) und ganz besonders die Störfallverordnung gehen weiter: Sie verlangen zusätzlich, dass das, was aktueller Stand der SicherheitstechnikAufklapp-PfeilStand der SicherheitstechnikMit dem Stand der Sicherheitstechnik ist das aktuelle in der Fachwelt vorhandene und zugängliche Wissen über Sicherheitsmassnahmen, die bei vergleichbaren Betrieben im In- oder Ausland erfolgreich eingesetzt oder erprobt worden sind und auf andere Betriebe übertragen werden können, gemeint. Der Stand der Sicherheitstechnik umfasst somit mehr als die anerkannten Regeln der Technik oder das, was in Normen oder Verordnungen vorgeschrieben wird. ist - das heisst die wirksamste bekannte Sicherheitstechnik - angewendet werden muss. Einzige Einschränkung: Die Massnahmen müssen für einen mittleren, finanziell gesunden Betrieb wirtschaftlich tragbar sein.

     

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