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Emissionen aus Entsorgungsanlagen

Die ursprünglich bedeutenden Schadstoffemissionen der Entsorgungsbetriebe sind dank grossen Investitionen in die Abgasreinigung insbesondere bei den Kehrichtverbrennungsanlagen weitgehend reduziert worden. Heute entweichen aus der illegalen Umgehung offizieller Entsorgungswege via Abfallverbrennung in Feststofffeuerungen (Holzöfen, Cheminées etc.) sowie im Freien deutlich mehr hochgiftige Verbindungen aus den Gruppen der DioxineAufklapp-PfeilDioxineAls Dioxine wird eine Gruppe von chlorierten organischen Verbindungen bezeichnet, die sowohl in der Umwelt als auch in den Organismen sehr langlebig (persistent) sind und sich daher dort anreichern können, insbesondere in den Böden, den fetthaltigen Teilen von Pflanzen und im Fettgewebe von Mensch und Tier.  Dioxine entstehen als unerwünschte Nebenprodukte bei einer Vielzahl von thermischen Prozessen. Auch natürliche Prozesse können zur Bildung von Dioxinen führen, z.B. Wald- oder Steppenbrände sowie mikrobielle Tätigkeiten oder Vulkanausbrüche.  Beim Menschen erfolgt die Aufnahme von Dioxinen zu 90 bis 95 % über die Nahrung, insbesondere über fetthaltige Lebensmittel wie Milch, Fleisch und Fisch. Die Vergifteten verlieren rasant an Gewicht und leiden an Durchfall. Das giftigste Dioxin, das Tetrachlordibenzo-p-Dioxin, kann beim Menschen neben Chlorakne auch Verdauungs-, Nerven- und Enzymfunktionsstörungen sowie Muskel- und Gelenkschmerzen hervorrufen. Ob Dioxine beim Menschen Krebs auslösen können, ist nicht abschliessend gesichert. Bei Ratten lösen einige Dioxine Krebs aus.  Bei einer akuten Vergiftung ist keine Möglichkeit zur Entgiftung bekannt. Einlagerungen im Fettgewebe des Körpers können selbst durch Blutwäsche nicht ausgeschieden werden. Benzol/FuraneAufklapp-PfeilFuraneUmgangssprachlich bezeichnet der Begriff "Furane" die polychlorierten Dibenzofurane (PCDF), die zusammen mit den polychlorierten Dibenzodioxinen u.a. bei der Verbrennung von organischen Stoffen in Gegenwart von organisch- oder anorganisch gebundenem Chlor als unerwünschte Nebenprodukte entstehen. Genau wie Dioxine entstehen PCDF bei Verbrennungsprozessen in Gegenwart von Chlor.Dioxine sowie polyzyklischen AromatenAufklapp-PfeilPAK (Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe)Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (kurz PAK) bilden eine Stoffgruppe von organischen Verbindungen, die aus mindestens zwei miteinander verbundenen Benzolringen bestehen. PAK sind Bestandteil von Kohle, Erdöl und kommen in Bitumen- und Steinkohlenteerprodukten vor. Dadurch ergibt sich ein grosser Variantenreichtum innerhalb der Gruppe der PAKs: Es sind mehrere hundert PAKs bekannt.  PAKs entstehen bei der (unvollständigen) Verbrennung von organischen Materialien und sind deswegen in der Luft der ganzen Welt zu finden. Sie werden ausserdem durch Kondensations-Reaktionen aus Huminsäuren gebildet.  Fast alle PAKs, die aus mehr als vier Benzolringen bestehen, sind nachweislich karzinogen. Benzol als aus der gesamten Entsorgungswirtschaft.

 


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