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Feinstaub - Vorsorgen

Vorbeugen ist besser als heilen. Massnahmen sind nicht erst dann zu ergreifen, wenn Einwirkungen schädlich oder lästig geworden sind, sondern bereits bevor diese Schwelle überschritten wird.

 

Bei ungünstigen Wetterbedingungen (anhaltende Inversionslage mit eingeschränkter Frischluftzufuhr) sowie in unmittelbarer Nähe von Emissionsquellen hängt die Gesundheitsbelastung in erster Linie von der Intensität des Schadstoffausstosses ab. Daher ist es von grösster Bedeutung, diese so tief als möglich zu halten, bevor die Schadstoffbelastungen in akut schädliche Konzentrationsbereiche ansteigen.

 

Die Bekämpfung der Ursachen an der Quelle ist eine Daueraufgabe. Hier können auch die Gemeinden einen wichtigen Beitrag leisten.

 

A. Kontrolle der Holzfeuerungen durch die Gemeinden

Holz ist eine bedeutende erneuerbare Energiequelle. Die Verbrennung von Holz ist deshalb aus energiepolitischer Sicht erwünscht und zu fördern. Vor allem im Winter setzen Holzfeuerungen aber auch erhebliche Feinstaubmengen frei, besonders dann, wenn sie nicht optimal oder mit ungeeignetem oder falschem Brennstoff betrieben werden. Die Luftreinhalte -Verordnung verlangt deshalb, dass Holzfeuerungen in regelmässigen Abständen kontrolliert werden.

 

Ab dem Jahr 2008 erfolgt auch bei kleinen Holzfeuerungen mit einer Feuerungswärmeleistung bis 70 kW eine Feuerungskontrolle. Zuständig sind die Gemeinden.

B. Aufsicht über das Verbrennen von Abfällen im Freien durch die Gemeinden

Die Gemeinden sind angehalten, das Verbrennen von frischen, noch grünen oder feuchten Wald-, Feld- oder Gartenabfällen (unter entsprechender Rauchentwicklung) oder gar von Hauskehricht und Bauabfällen konsequent zu ahnden.

C. Vorbildfunktion

Von Behörden, ihren Angestellten sowie den von ihnen beauftragten Unternehmen wird eine konsequente Wahrnehmung der Vorbildfunktion erwartet. Ganz besonders gilt dies für das Vermeiden des Einsatzes von Dieselfahrzeugen sowie mit Dieselmotoren ausgerüsteten Maschinen und Geräten, soweit diese nicht mit geschlossenen Partikelfiltern ausgerüstet sind. Weiter sollen emissionsträchtige und staubige oder Staub aufwirbelnde Aktivitäten möglichst auf einen Zeitpunkt mit günstigeren Witterungsbedingungen verschoben werden.

 

Bei der Ausschreibung und Vergabe von Aufträgen soll verlangt werden, dass die betreffenden Arbeiten mit zeitgemässen Hilfsmitteln und Methoden ausgeführt werden.

   

Hilfsmittel und Literatur

PDF-Datei Richtig anfeuern - Wohnraumfeuerungen (206 kB, PDF)   01.10.2007

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