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Fluglärm

Flugzeug

Der Flugverkehr hat sich in den letzten Jahrzehnten rasant entwickelt. Entsprechend stieg die Lärmbelastung insbesondere rund um die Flughäfen sowie die An- und Abflugsschneisen. Im Kanton St.Gallen besteht mit dem Flughafen Altenrhein ein Regionalflugplatz. Ausser der Sport- und Schulungsfliegerei werden ab Altenrhein auch Linienflüge angeboten.

 

Gegen grossen Widerstand und unter einschneidenden Auflagen erfolgte 1991 die Aufnahme des Linienfluges Altenrhein-Wien mit täglich zwei Rotationen. Mit einem Staatsvertrag zwischen der Eidgenossenschaft und der Republik Österreich wurde die Lärmsituation für diesen Flugplatz geregelt. Dieses Regelwerk – auch Lärmkorsett genannt – ist strenger als die Lärmschutz-Verordnung (LSV). Dass der Fluglärmkataster von 1994 für kein einziges Gebäude mit lärmempfindlichen Räumen überschrittene Immissionsgrenzwerte verzeichnen musste, verwundert deshalb nicht. Dies trifft auch auf die übrigen Flugplätze und Flugfelder im Kanton St.Gallen zu.

 

Ebenso wichtig wie die Grenzwerte ist die sorgfältige Beachtung des im Umweltschutzgesetz (USG) verankerten Vorsorgeprinzips. Es bildet die beste und nachhaltigste Grundlage zur Entschäfung von Lärmproblemen. Danach müssen Emissionen unabhängig von der bestehenden Umweltbelastung so weit begrenzt werden, wie dies technisch und betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar ist. Bei Fluglärm sind solche Massnahmen an der Quelle der einzige Weg, den Lärm zu reduzieren. Dazu zählt auf technischer Ebene der Einsatz lärmarmer Flugzeugtypen sowie der Bau von Schalldämpferanlagen für Standlauftests. Mit Lärmgebühren für veraltete Maschinen lässt sich der Flugzeugersatz beeinflussen. Betrieblich sind die An- und Abflugrouten zu optimieren, die Standlaufzeiten auf das Nötigste zu beschränken und die Flugbetriebszeiten zu minimieren.

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