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Alltagslärm

Kinder am Spielen

Alltags- und Freizeitlärm sind keine klar abgegrenzten Themenbereiche. Die Quellen sind sehr unterschiedlich. Sie reichen von Kirchenglocken über Frösche in Biotopen oder Modellflugzeuge bis hin zu Open-Air-Veranstaltungen mit Tausenden von Besuchern. Lange Zeit galt Alltagslärm nur als ein bisschen lästig. Heute zeichnet sich die Tendenz ab, dass die Belastung durch Alltagslärm zunehmend als bedeutende Störung wahrgenommen wird.

 

Die Lärmschutz-Verordnung (LSV) kennt für diese Art von Lärm keine Grenzwerte. Das Umweltschutzgesetz (USG) bietet für die Beurteilung von Alltags- und Freizeitlärm und für Massnahmen zu dessen Begrenzung nur allgemeine Grundsätze an. Es wurde in erster Linie dazu geschaffen, Verkehrs- und Industrielärm zu bekämpfen. Um ihn dennoch beurteilen zu können, sehen sich Vollzugsbehörden gezwungen, Analogien zu machen oder ausländische Beurteilungskriterien heranzuziehen. Trotzdem bleiben die rechtlichen Rahmenbedingungen sehr allgemein und gewähren den Behörden einen Ermessensspielraum. Geht der Lärm zudem nicht von einer Anlage im Sinne des USG aus, ist dieses gar nicht erst anwendbar und die Massnahmen gegen die Lärmverursacher müssen sich auf kantonales oder kommunales Polizeirecht stützen.

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