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Industrie- und Gewerbelärm

Industriegebäude

Als Industrie- und Gewerbelärm wird jener von grossen Industriebetrieben und von kleineren Handwerksbetrieben (Schlossereien, Schreinereien, Autowerkstätten u. a.) verstanden. Gewerbe- bzw. Industrielärm entsteht durch Produktions- und Herstellungsprozesse, den Werksverkehr innerhalb des Betriebs­areals sowie durch Liefer- und Kundenverkehr.

 

Die Beurteilung von Industrie- und Gewerbelärm mit seinen unzähligen, nichtklassierbaren, zum Teil ton- und impulshaltigen Geräuschen gehört zu den anspruchvollsten Aufgaben der Lärmbekämpfung. In der Lärmschutz-Verordnung (LSV) kommt dies jedoch nicht oder höchstens andeutungsweise im entsprechenden Anhang zum Ausdruck. Erst wenn es darum geht, im konkreten Einzelfall eine Beurteilung vorzunehmen, tauchen Schwierigkeiten und Probleme auf, die bei andern Lärmarten nicht oder nicht so ausgeprägt vorhanden sind. Beispielhaft sei hier die Festlegung von Pegelkorrekturen für tonhaltige Geräusche genannt: Da die Dämpfungseigenschaften der Luft und die Wirkung von Hindernissen stark von der Frequenz abhängen, kann die Pegelkorrektur von Immissionsort zu Immissionsort stark ändern. Besonders im Falle von Lärmprognosen stellt dieser Umstand hohe Anforderungen an die für eine Beurteilung zuständigen Fachleute. Erschwerend wirkt sich dabei auch das Fehlen eines geschlossenen Berechnungsmodells aus, wie sie beispielsweise für Verkehrslärmarten existieren.

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