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Geothermie

Austritt von Wasserdampf aus dem Boden

Die Erde ist im Innern sehr heiss. Gebiete mit vulkanischen Aktivitäten wie Vulkanausbrüche und Geysire sind Zeugen dieses immensen Wärmereservoirs unterhalb der vergleichsweise dünnen Erdkruste. Forscher schätzen, dass 99% der Erde heisser als 1000 °C sind. Durchschnittlich steigt bei uns die Temperatur pro 100 Meter Tiefe um drei Grad an. Die oberflächennahe Bodentemperatur liegt im Jahresdurchschnitt bei 10 °C. Seit einigen Jahren wird die Erdwärme auch in unseren Breitengraden genutzt. Im Kanton St.Gallen geschieht dies hauptsächlich mit Erdwärmesonden und Grundwasser für Heizung und Kühlung von Gebäuden.

Arten der Geothermie

Generell kann zwischen drei thermischen Nutzungsarten unterschieden werden:

  • Wärme aus dem Grundwasser: Da das Grundwasser aus unterschiedlich tiefen Schichten stammt, wird es von der Erde erwärmt. Die Nutzung erfolgt durch oberflächennahe (etwa 2 bis 30 m) tiefe Grundwasserbrunnen.
  • Untiefe Geothermie: bis 400 m Tiefe, wird mittels Erdwärmesonden für Heizen und Kühlen von Gebäuden verwendet. Indirekte Nutzung, da Wasser nicht direkt an die Oberfläche gepumpt wird.
  • Tiefe Geothermie: ab 400 m bis mehrere Tausend Meter Tiefe, wird für Grossanlagen zur Erzeugung von Elektrizität und für Wärmenetze (Heizung von Gebäuden) verwendet.

Thermalwasser

Schon seit Jahrhunderten wird warmes Wasser, das aus den tieferen Gesteinsschichten an die Oberfläche gelangt, für Heilzwecke genutzt. Meistens enthält das auf langem Weg durchs Gestein an die Erdoberfläche gelangte Wasser wertvolle Mineralien, die z.B. für Hautkrankheiten heilend wirken können. Im Kanton St.Gallen ist die Therme Pfäfers in der Taminaschlucht bei Bad Ragaz die einzige Thermalquelle; sie wurde um das Jahr 1240 entdeckt.

Zuständigkeiten

Gesuche zur Nutzung der Erdwärme sind bei der jeweiligen Standortgemeinde einzureichen.

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