Accesskeys

Wärmeschutz bei Umbauten

Begriff der Umbaute (Art. 7 EnG)

eingerüstete Hausfassade

Umbauten sind Änderungen an einer bestehenden Baute ohne Änderung des Gebäudevolumens. Als Umbauten gelten auch der Ersatz und die Änderung energetisch wichtiger Bauteile, wie Aussenwände (inkl. Fassadenputze), Dächer (inkl. Ziegel), Fenster und haustechnische Anlagen. Zudem gelten sogenannte energetisch relevante Umnutzungen als Umbauten, auch wenn keine eigentlichen Bauarbeiten vorgenommen werden (z.B. Umnutzung eines unbeheizten Kellerraumes in einen Bastelraum, der im Winter beheizt wird; Umnutzung eines unbeheizten Dachstockes in ein Kinderspielzimmer). Eine energetisch relevante Umnutzung liegt folglich vor, wenn damit eine Erhöhung oder Absenkung der Raumlufttemperatur verbunden ist. Abgestützt wird dabei auf die Raumtemperatur nach den Standardnutzungen gemäss der Norm SIA 380/1.

Anforderungen an Umbauten

Vom Umbau betroffene Bauteile müssen die Grenzwerte gemäss Tabelle 2a der Norm SIA 380/1, Ausgabe 2009, einhalten. Als vom Umbau betroffen gilt ein Bauteil, wenn daran im Zug des Umbaus mehr als blosse Reparatur- und Unterhaltsarbeiten vorgenommen werden. Blosse Unterhaltsarbeiten, für die keine energetischen Vorschriften gelten, sind z.B. Reinigen, Malen oder die Reparatur des Aussenputz.

Ausnahmen von der Nachweis- und Baubewilligungspflicht

In welchen Fällen kein Nachweis eingereicht werden muss, findet sich in den Ausführungen über den Nachweis. Die Baubewilligungspflicht kann bei kleineren Umbauten ebenfalls entfallen.

Sommerlicher Wärmeschutz

Bei Umbauten muss der Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes in der Regel nicht erbracht werden, ausser ein bestehendes Gebäude werde nachträglich mit einer Klimaanlage ausgerüstet.

Servicespalte