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Wärmeschutz bei Kühlräumen, Gewächshäuser und Traglufthallen

Kühlräume und Gewächshäuser als Sonderfälle

Gewächshäuser

Kühlräume, Gewächshäuser und Traglufthallen müssen die Anforderungen an den Höchstanteil nicht erneuerbarer Energien nicht erfüllen. Für diese Bauten gelten deshalb die Sonderbestimmungen von Art. 7, 8 und 8a der Energieverordnung.

Anforderungen an Kühlräume

Wird ein Raum auf unter 8°C gekühlt, dürfen die umschliessenden Bauteile wie Wände, Decken, Boden einen mittleren Wärmezufluss von höchstens 5 W/m² aufweisen. Dieser hängt von der Umgebungstemperatur ab. Als solche gilt gegen beheizte Räume die Auslegungstemperatur für die Beheizung, gegen Aussenklima 20°C und gegen Erdreich oder unbeheizte Räume 10°C. Bei gekühlten Räumen mit weniger als 30 m³ Nutzvolumen und einem mittleren Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) von höchstens 0,15 W/m²K wird diese Bestimmung nicht angewendet.

 

Weitere Erläuterungen enthält die Vollzugshilfe EN-6, Kühlräume, der Konferenz kantonaler Energiefachstellen.

Anforderungen an Gewächshäuser

Gewächshäuser haben anstelle der üblichen Anforderungen an Bauten die Vollzugshilfe EN-7, beheizte Gewächshäuser, der Konferenz der kantonalen Energiefachstellen, Ausgabe 2003, zu erfüllen. Die Empfehlung  wurde in Zusammenarbeit mit dem Verband Schweizer Gärtnermeister (VSG) nach der Durchführung verschiedener Studien über die pflanzenphysiologischen und wirtschaftlichen Grenzen von unterschiedlichen Wärmeschutzanforderungen herausgegeben und auf Grund der neuen Begriffe und Bezeichnungen des SIA-Normenwerks neu formuliert. Sie gilt nur für beheizte Gewächshäuser und unterscheidet zwischen Warmhäusern, welche während der Wintermonate (1. Oktober bis 31. März) auf mindestens 10°C aufgeheizt werden, und Kalthäusern, die weniger stark beheizt werden. Die Gebäudehülle von Warmhäusern muss dem Stand der Technik entsprechend gestaltet sein und darf den mittleren U-Wert von 2,4 W/m²K nicht überschreiten. In Kalthäusern ist der Thermostat auf weniger als 10°C dauerhaft zu plombieren und der Heizenergieverbrauch zu messen.

Anforderungen an Traglufthallen

Mit mobilen Traglufthallen können Sport- und Freizeitanlagen wie Schwimmbäder oder Tennisplätze ganzjährig genutzt werden. Solche mit Membran-Dächern gedeckte Bauten weisen einen hohen Energieverbrauch auf. Deshalb hat die Konferenz kantonaler Energiefachstellen dafür die Empfehlung EN-8, Beheizte Traglufthallen, Ausgabe 2007, erarbeitet. Diese Empfehlung gilt anstelle der üblichen Anforderungen an Bauten. Sie enthält Vorgaben über Wärmedämmung, Lüftung, Heizung und Beleuchtung sowie Betrieb.

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