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Bodenzustand bei Schiessanlagen

Schweizweit hoher Bleigehalt beim Kugelfang

Bei Schiessanlagen werden hauptsächlich im Kugelfang- und Scheibenstandbereich hohe Schadstoffwerte von Blei und Antimon gemessen. In kleineren Mengen sind auch Kupfer und Zink vorhanden. Falls die Anlage vor 1960 in Betrieb genommen wurde, kann im Bereich vor dem Schützenhaus auch der Quecksilbergehalt erhöht sein. Dazu gibt es schweizweit und auch im Kanton St.Gallen viele Untersuchungen.

Situation im Kanton St.Gallen

Durch den jahrzehntelangen Schiessbetrieb sind grosse Mengen an Metallen in die Böden gelangt. Die Einschussstellen von Schiessanlagen gehören mit Bleigehalten von bis zu zehn Prozent des Bodenmaterials zu den am stärksten mit Schwermetallen belasteten Flächen überhaupt. Von ihnen geht – ohne wirksame Schutzmassnahmen – eine ernst zu nehmende Gefahr für die Umwelt und die Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanze aus.

 

Im Kanton St.Gallen liegen 304 Schiessanlagen. Zwölf davon gehören dem Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS). Von den restlichen 292 Schiessanlagen sind noch 158 (54%) in Betrieb. Im Jahr 1994 wurde die Schadstoffbelastung von sieben Schiessanlagen unterschiedlicher Grösse untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass der Bleigehalt bis zehn Meter um den Kugelfang mehr als 1000 Milligramm Blei pro Kilogramm Boden beträgt und dass im weiteren Umkreis von 10 bis 30 Meter zwischen 300 und 1000 Milligramm Blei pro Kilogramm Boden liegt. Weitere Anlagen wurden im Rahmen von Sanierungen untersucht.

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