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Bodenzustand im Siedlungsraum und in Hausgärten

Hoher Schadstoffeintrag im Siedlungsraum über die Luft

Die unversiegelten Bodenflächen im Siedlungsraum sind Schadstoffeinträgen ausgesetzt, die meist höher sind als in Gebieten ausserhalb. Der Haupteintrag der Schadstoffe erfolgt durch die Luft. Im Siedlungsraum sind vielfältige Schadstoffquellen vorhanden: Heizungen, Verkehr sowie Industrie- und Gewerbeanlagen.

Landwirtschaftsflächen im Siedlungsraum höher belastet

Mitte der 90er-Jahre wurden im Kanton St.Gallen die Böden von zehn Siedlungen systematisch untersucht. Sie zeigen, dass landwirtschaftlich genutzte Flächen im Siedlungsraum höher mit Schwermetallen sowie mit polyzyklisch-aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) und polychlorierten Biphenylen (PCB) belastet sind als ausserhalb des Siedlungsraums.

Richtwerte überschritten

Von den drei Standorten der Kantonalen Bodenüberwachung, welche im Siedlungsgebiet liegen, weisen alle drei eine Überschreitung mindestens eines Schwermetallrichtwertes auf, jedoch keine Überschreitung von Prüf- oder Sanierungswerten.

Alarmierende Werte in Hausgärten durch intensive Bewirtschaftung

Böden von Haus- und Familiengärten weisen im Durchschnitt deutlich höhere Schadstoffgehalte auf als landwirtschaftlich genutzte Böden. Die Schadstoffeinträge über die Luft belasten den Boden bereits stark. Den grössten Einfluss hat jedoch die Bewirtschaftung der Gärten. Es zeigt sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen dem Alter eines Gartens und der Schadstoffbelastung des Bodens. Die Belastungen sind auf die Bewirtschaftung mit schwermetallhaltigen Hilfsstoffen, Düngemitteln (Ausbringen belasteter Asche, Einsatz von Abfalldüngern wie Kehrichtkompost), Pflanzenbehandlungsmitteln sowie unsachgemässe Entsorgungspraktiken (Verbrennen von Abfällen oder Restholz), Freizeittätigkeiten wie Feuerwerke oder Reparaturarbeiten und die Errichtung von Gärten auf vorbelasteten Flächen zurückzuführen.

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