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Kantonale Bodenüberwachung

Bodenanalysen im Labor

Kantonale Bodenüberwachung als Frühwarnsystem

Böden reagieren sehr langsam auf äussere Einflüsse. Veränderungen vollziehen sich oft schleichend und sind kaum erkennbar. Erst wenn der Boden stark geschädigt ist, werden Schäden an Pflanzen oder Tieren sichtbar. Doch dann ist es meist zu spät: Böden lassen sich kaum reinigen oder sanieren. Deshalb werden die Böden im Kanton St.Gallen mit einem auf die Erkennung langfristiger Veränderungen ausgelegten Bodenüberwachungsnetz überwacht. Erkannte Problembereiche werden zusätzlich mit speziellen Untersuchungen vertieft analysiert, damit konkrete Massnahmen  getroffen werden können.

Verschiedene Nutzungstypen in der Bodenüberwachung vertreten

Um ein umfassendes Bild der Bodenbelastung im Kanton St.Gallen zu erhalten, hat die kantonale Bodenüberwachung (KABO) die überwachten Standorte nach verschiedenen Nutzungstypen wie Wald, Wiese oder Siedlung (Park) ausgewählt. Zusätzlich wurden zwei Rebbaustandorte einbezogen. Die insgesamt 26 Standorte beprobt die KABO im Fünfjahresrhythmus.

Regionen unterschiedlich stark überwacht

Bei der Auswahl der Standorte sind nicht alle Regionen gleich gut vertreten. Im Rheintal beispielsweise wurde ursprünglich nur ein Standort erfasst. Dieser musste aus technischen Gründen im Jahr 2010 aufgegeben werden. In jenem Jahr wurde jedoch bereits ein neuer Standort in einem Sarganser Rebberg erfasst und ein weiterer Überwachungsstandort, ein Landwirtschaftsboden in der Nähe von Buchs, wurde im Frühling 2015 eingeführt.

Im Rahmen der kantonalen Bodenüberwachung (KABO) werden 26 Standorte überwacht.

Zusätzliches Netz zur Messung der Bodenfeuchte

Neben der Schadstoffbelastung wird auch die Bodenfeuchte überwacht. Wer die Bodenfeuchtigkeit kennt, kann Schäden vermeiden. Die Ostschweizer Kantone und das Fürstentum Liechtenstein betreiben deshalb ein gemeinsames Bodenfeuchte-Messnetz. Die aktuellen Daten sind dort jederzeit abrufbar: www.bodenfeuchte-ostschweiz.ch

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