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Bodenschutzmassnahmen Bodenaushub

Schadstoffverschiebungen vermeiden

Bei Bauarbeiten wird in der Regel Boden ausgehoben und anschliessend entweder am Entnahmeort selbst oder in anderen Parzellen, z.B. für Bodenverbesserungen, Rekultivierungen, Auffüllungen oder Umgebungsgestaltungen, wiederverwendet. Dabei besteht die Gefahr, dass schadstoffbelasteter Boden unkontrolliert verteilt wird und so bisher saubere Böden verunreinigt werden.

Die eidgenössische Verordnung über Belastungen des Bodens VBBo (SR 814.12 Art. 7) regelt, wie mit ausgehobenem Boden umzugehen ist, damit die Bodenfruchtbarkeit erhalten bleibt und der Boden nicht zusätzlich chemisch belastet wird. Der Vollzug dieser Vorschrift obliegt der politischen Gemeinde.

Liegt Bauvorhaben in einem Prüfgebiet?

Grundsätzlich muss zuerst eruiert werden, ob ein belasteter Standort vorliegen könnte. Diese Abklärung erfolgt anhand des Vollzugshilfsmittels «Prüfgebiete Bodenverschiebungen» (VHM PrüBo). Das Hilfsmittel bezeichnet die Gebiete, in denen Schadstoffgehalte über den Richtwerten gemäss VBBo vermutet werden. Neben Abfallablagerungen sind dies Flächen wie Schiessanlagen, städtische Altbaugebiete, Rebberge, Schrebergärten und Bereiche um Verkehrsträger und Kehrichtverbrennungsanlagen sowie Standorte, auf denen früher stark belastete Abfalldünger ausgebracht wurden.

Befindet sich das geplante Bauvorhaben im Bereich der «Prüfgebiete Bodenverschiebungen» und werden mehr als 50 m3 Oberboden (entspricht einer Fläche von 200 m2) verschoben, sind Massnahmen erforderlich und Messungen unverzichtbar.

 

Prüfgebiete erfordern Bodenanalysen

  1. Vor dem Abtragen des Oberbodens sind Mischproben des mutmasslich belasteten Bereichs zu entnehmen und auf Schadstoffe hin zu untersuchen. Der mutmasslich belastete Boden muss separat abgeschält und zwischengelagert werden.

  2. Der Boden darf nicht weggeführt werden, bevor die Analyseresultate vorliegen. Vorbehalten bleibt nachfolgender Punkt 3. Die Wiederverwendung des Bodens richtet sich nach der Wegleitung «Verwertung von ausgehobenem Boden» (BUWAL, 2001).

  3. Je nach Belastungsgrad ist die Wiederverwendung des Bodens vor Ort innerhalb der belasteten Fläche zulässig oder die gesetzeskonforme Entsorgung auf einer Deponie gemäss der Abfallverordnung (SR 814.600) notwendig.

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