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Strategien im Bodenschutz

Bodenschutzkonzept des Bundes – Vorsorge an erster Stelle

Vorsorge hat beim Bodenschutz oberste Priorität. Denn einmal eingetretene Schäden beim Boden können kaum mehr behoben werden oder nur mit sehr grossem Aufwand rückgängig gemacht werden. Hauptziel der Vorsorge ist, die Bodenfruchtbarkeit und die natürliche Regenerationsfähigkeit des Bodens zu erhalten.

Vierstufiges System

Dem eidgenössischen Bodenschutzkonzept liegt ein vierstufiges System zugrunde. Als erste Stufe sieht das Konzept eine vorsorgliche Emissionsbegrenzung durch das Bundesrecht vor, als zweite Stufe eine weitergehende Emissionsbegrenzung durch die Kantone (Richtwert überschritten), als dritte Stufe die Nutzungsbeschränkung, eventuelle Sanierung (mögliche Gefährdung ab Prüfwert) und als vierte Stufe ein Nutzungsverbot und Sanierung (tatsächliche Gefährdung ab Sanierungswert).

Vierstufiges Bodenschutzkonzept

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Prüfung und weitere Emissionsbegrenzungen durch Kanton

Gemäss diesem vierstufigen Bodenschutzkonzept obliegt es dem Kanton, die Belastung der Böden anhand von Richt-, Prüf- und Sanierungswerten zu prüfen. Für alle Boden- und Nutzungsarten gelten dieselben Richtwerte. Sie dienen dem langfristigen Schutz des Ökosystems Boden. Ist der Richtwert in einem Gebiet überschritten, ermittelt der Kanton die Ursache. Liegt der Schadstoffgehalt über dem Prüfwert, muss geklärt werden, ob der belastete Boden weiterhin genutzt werden kann. Wird der Sanierungswert überschritten, verordnet der Kanton Massnahmen, die vom Verbot gewisser Nutzungen bis zur Sanierung der betroffenen Böden reichen.

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