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Kataster der belasteten Standorte

alter Pneu an Gewässerrand

Die Kantone sind durch das Bundesgesetz über den Umweltschutz (USG) und die Verordnung über die Sanierung von belasteten Standorten (Altlasten-Verordnung, AltlV) verpflichtet, einen Kataster der belasteten Standorte (KbS) zu erstellen und zu führen.

 

Für den Kanton St.Gallen wurde dieser flächendeckend erarbeitet und ist seit April 2010 auf dem kantonalen Geoportal (Link siehe unten) öffentlich zugänglich. Die Kriterien, die über die Aufnahme eines Standortes entscheiden, sind vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) erarbeitet worden. Im Kanton St.Gallen sind rund 1'800 Standorte im Kataster der belasteten Standorte verzeichnet. Bei 500 Standorten davon sind weitere Massnahmen erforderlich. Die Grundstücksbesitzer der belasteten Standorte sind schriftlich über den Katastereintrag informiert worden und konnten zum Eintrag Stellung nehmen. Beim Bauen auf belasteten Standorten sind besondere Vorkehrungen zu treffen.

Kataster der belasteten Standorte

Der Kataster der belasteten Standorte ist öffentlich zugänglich und dient als Informationsbasis bei Bauvorhaben, Nutzungsänderungen und Handänderungen. Er wird laufend den neuen Erkenntnissen angepasst. Für das Erstellen und Nachführen des Katasters ist das AFU zuständig.

"Belastete Standorte" und "Altlasten"

Belastete Standorte sind in Betrieb stehende oder stillgelegte Ablagerungsstandorte (Deponien), Betriebs- und Unfallstandorte, an denen Abfälle abgelagert wurden oder versickert sind. Belastete Standorte Aufklapp-PfeilBelasteter StandortBelastete Standorte sind in Betrieb stehende oder stillgelegte Ablagerungsstandorte (Deponien), Betriebs- und Unfallstandorte, an denen Abfälle abgelagert wurden oder versickert sind. Belastete Standorte können ganze Grundstücke oder auch nur Teile davon umfassen. Als belastet gilt ein Standort bereits dann, wenn Ablagerungen von Aushubmaterial vermischt mit Fremdstoffen wie Betonabbruch, Ziegelsteinen oder Bauabfällen stattgefunden haben. Mit dem Begriff "Abfälle" sind auch umweltgefährdende Flüssigkeiten wie Öle oder Lösungsmittel gemeint, die bei industriellen Produktionen unbeabsichtigt in den Boden versickert sind.können ganze Grundstücke oder auch nur Teile davon umfassen. Als belastet gilt ein Standort bereits dann, wenn Ablagerungen von Aushubmaterial vermischt mit Fremdstoffen wie Betonabbruch, Ziegelsteinen oder Bauabfällen stattgefunden haben. Mit dem Begriff "Abfälle" sind auch umweltgefährdende Flüssigkeiten wie Öle oder Lösungsmittel gemeint, die bei industriellen Produktionen unbeabsichtigt in den Untergrund versickert sind.

 

Als Altlasten gelten nur jene belasteten Standorte, welche aufgrund von schädlichen oder lästigen Einwirkungen auf Mensch und Umwelt (Wasser, Boden, Luft) sanierungsbedürftig sind, oder wenn die konkrete Gefahr besteht, dass solche Einwirkungen entstehen. Nur bei einem sehr geringen Teil der belasteten Standorte handelt es sich um AltlastenAufklapp-PfeilAltlastEin mit Abfällen belasteter Standort, welcher sanierungsbedürftig ist und erwiesenermassen bereits zu schädlichen oder lästigen Einwirkungen führt oder bei dem eine konkrete Gefahr besteht, dass solche Einwirkungen entstehen.Kataster der belasteten Standorte (KbS)Abfälle im Sinn des Gesetzes.

Drei Typen von belasteten Standorten und Altlasten

Altablagerungen sind stillgelegte Deponien oder Geländeauffüllungen, bei welchen Abfälle wie Kehricht, Bauschutt oder verschmutztes, mit Fremdstoffen vermischtes Aushubmaterial abgelagert wurden. In der Regel kann bei Ablagerungsstandorten für Aushub, die bereits vor einiger Zeit aufgefüllt wurden, davon ausgegangen werden, dass sie beispielsweise auch Bauschutt enthalten. Dies reicht für einen Eintrag des Standortes im Kataster aus, selbst wenn es sich dabei nur um geringe Mengen von solchen Fremdmaterialien handelt. Die Charakterisierung der abgelagerten Stoffgruppen in einer Altablagerung wird gemäss Deponierichtlinien 1976/1982 vorgenommen. Die Stoffgruppen werden in die Klassen I bis IV eingeteilt (siehe Infoblatt). Demgegenüber sind Ablagerungsstandorte, auf denen ausschliesslich und nachweislich nur unverschmutztes Aushub-, Ausbruch- und Abraummaterial gelangten vom Eintrag in den Kataster der belasteten Standorte ausgenommen.

Betriebsstandorte sind Areale von Gewerbe- oder Industriebetrieben, bei welchen mit umweltgefährdenden Stoffen umgegangen wurde und bei denen eine grosse Wahrscheinlichkeit besteht, dass der Untgergrund mit solchen Stoffen belastet ist. Auch Schiessanlagen gehören zu den Betriebsstandorten. In der Regel wurde hier über Jahrzehnte in den Boden geschossen. Somit wurde der Untergrund mit Schwermetallen belastet. Der Eintrag beschränkt sich auf den schwermetallbelasteten Teil des Kugelfanges.

Unfallstandorte sind Standorte, die durch ein Unfallereignis verunreinigt worden sind (z.B. Ölunfall, Unfall mit Chemikalien, Explosionen, Brände usw.)

Karte zum kantonalen Kataster der belasteten Standorte (KbS)

Ausschnitt Kataster der belasteten Standorte

Der Kataster der belasteten Standorte ist öffentlich zugänglich. Er gibt Auskunft darüber,

  • ob ein Standort belastet ist (ohne schädliche oder lästige Einwirkungen auf die Umwelt),
  • ob von einem belasteten Standort schädliche Einwirkungen zu erwarten sind und er untersucht werden muss oder
  • ob ein belasteter Standort wegen den zu erwartenden Einwirkungen überwacht oder saniert werden muss.

Sanierungsbedüftige belastete Standorte sind Altlasten im rechtlichen Sinn. Der Kataster der belasteten Standorte wird laufend nachgeführt. Er ersetzt den 1998 erarbeiteten Verdachtsflächenkataster (VFK). Die vom Bund geführten Kataster der belasteten Standorte (BAV, BAZL, VBS) sind nicht enthalten.

KbS im kantonalen Geoportal

Über das Geoportal (Geografisches Informationssystem GIS der Kantone St.Gallen, Appenzell A.Rh. und Appenzell I.Rh. sowie der beteiligten Gemeinden und Bezirke) ist stets der aktuelle Stand des KbS des Kantons St.Gallen einsehbar. Benötigte Kartenausschnitte lassen sich im gewünschten Massstab ausdrucken.

Bestellung

Der Kataster der belasteten Standorte kann auch beim Amt für Raumentwicklung und Geoinformation AREG bestellt werden:

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