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Umweltglossar


T

Tank

In der Gewässerschutzgesetzgebung umfassen Tanks "Lageranlagen mit wassergefährdenden Flüssigkeiten". Mehr über den entsprechenden Vollzug im Kanton St.Gallen finden Sie mit dem folgenden Link.


Tauchtropfkörper

Rotationstauchkörper, die das vorgeklärte Abwasser biologisch reinigen. Die Walzen tauchen im Becken etwa zur Hälfte ins Abwasser ein und werden in langsame Rotation versetzt, sodass die Mikroorganismen abwechselnd mit Abwasser und mit Luft in Kontakt gebracht werden.


Teildenitrifikation

Weitergehende Reinigung des Abwassers, ein Teil des gelösten Nitrats wird weiter abgebaut in gasförmigen Stickstoff


Toleranzwert

Die Höchstkonzentration eines Stoffes wird als Toleranzwert oder als Grenzwert angegeben.

Der Toleranzwert ist die Höchstkonzentration, bei dessen Überschreitung das Lebensmittel als verunreinigt oder sonst im Wert vermindert gilt.


Toluol

Toluol (auch Toluen, Methylbenzol, Phenylmethan) ist eine farblose, charakteristisch riechende, leichtflüchtige Flüssigkeit. Toluol ist leicht entzündlich und gesundheitsschädlich. Es gehört zu den aromatischen Kohlenwasserstoffen. Toluol ist im Benzin enthalten und wird wie Benzol durch Verdunstung freigesetzt. Toluol entsteht auch bei unvollständiger Verbrennung.


Toxizität

Die Eigenschaft chemischer Substanzen, lebende Organismen zu schädigen, wird als Toxizität oder Giftigkeit bezeichnet. Meist wird damit aber im Besonderen die Giftwirkung auf den Menschen gemeint. Die Kenntnis der Toxizität eines Stoffes stammt in der Regel aus Tierversuchen; die Übertragung der Versuchsergebnisse auf den Menschen ist immer mit einer grösseren Unsicherheit verbunden.

 

In der Fachliteratur wird die Toxizität meist als Dosis (LD50) oder Konzentration (LC50) angegeben, die bei 50% der Versuchstiere zum Tod führt; die Dosis wird dabei auf das Körpergewicht bezogen (z.B. LD50 = 25 mg/kg Körpergewicht).

 

In der Schweiz wurde bis zum 31. Juli 2005 die Giftigkeit von Stoffen und Zubereitungen, die für den Verkehr zugelassen sind, mit der sogenannten Giftklasse beschrieben. Giftklasse 1 = sehr giftig bis Giftklasse 5 = gering giftig. Die grafische Kennzeichnung der Giftklasse auf dem Gebinde erfolgte mit einem farbigen Giftband am Fuss der Etikette.

 

Das neue schweizerische Chemikalienrecht, das auf den 1. August 2005 in Kraft getreten ist, übernimmt anstelle der Giftklassen das europäische System, welches als Blickfang auf der Gebindeetikette Gefahrensymbole verwendet. Auf besondere Gefahren wird zusätzlich hingewiesen durch R-Sätze (Risiko-Sätze) und auf Sicherheitsratschläge durch S-Sätze. Einige der Gefahrensymbole und der Sätze beziehen sich auf die Toxizität, andere auf die Brennbarkeit, die Wassergefährdung, die Kanzerogenität oder die chemische Reaktionsfähigkeit. Die Angabe auf der Etikette oder auf dem Sicherheitsdatenblatt kann z.B. lauten: R 11, 23, 50; S 35, was Folgendes aussagt:

  • R 11 Leichtentzündlich
  • R 23 Giftig beim Einatmen
  • R 50 Sehr giftig für Wasserorganismen
  • S 35 Abfälle und Behälter müssen in gesicherter Weise beseitigt werden


Treibhauseffekt

Die Atmosphäre verursacht eine Erwärmung der Erdoberfläche, indem sie (wie ein Treibhaus) die Sonnenstrahlung Richtung Erdoberfläche durchlässt und einen Teil der von der Erde abgestrahlten Wärme absorbiert, also zurückhält. Es gibt einen natürlichen Treibhauseffekt, d.h. natürlich vorkommende Gase wie Kohlendioxid (CO2) und Wasserdampf sorgen dafür, dass die globale Durchschnittstemperatur auf der Erde ca. 15 °C beträgt und Leben auf der Erde dadurch überhaupt ermöglicht wird. Ohne diesen Effekt wäre die Erdoberfläche im Durchschnitt -18 °C kalt. Seit der Industrialisierung wird dieser natürliche Treibhauseffekt durch menschliche Aktivitäten verstärkt. Man spricht vom anthropogenen (= menschlich verursachten) Treibhauseffekt. Durch Verbrennungsprozesse hat die Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre stark zugenommen. Zusätzlich wirken weitere durch menschliche Aktivitäten freigesetzte Gase wie Ozon und Methan als Treibhausgase. Im weltweiten Durchschnitt ist dadurch die Temperatur im 20. Jahrhundert um 0.6 °C angestiegen, wobei es regional sehr starke Unterschiede gibt. In der Schweiz ist die Temperatur in dieser Zeit um 2 °C angestiegen.


Treibhausgas

Treibhausgase sind gasförmige Bestandteile der Atmosphäre, die zum Treibhauseffekt beitragen. Die wichtigsten natürlich vorkommenden Treibhausgase sind der Wasserdampf, der ungefähr 60-70% des Treibhauseffektes auf der Erde bewirkt, Kohlenstoffdioxid (ungefähr 26%) und Ozon. Einen geringeren Volumenanteil haben Spurengase wie z.B. Methan, Stickstoffmonoxid, Schwefelhexafluorid (SF6) und die Fluorchlorkohlenwasserstoffe. Die atmosphärischen Hauptbestandteile (N2 und O2) sind keine Treibhausgase, weil sie im Infrarotbereich nicht absorbieren.

 

Die Wirkung dieser Gase ist unterschiedlich. So ist das spezifische Erwärmungspotential von Lachgas (N2O) über 300-mal so hoch wie das von CO2, Methan wirkt 32-mal so stark wie CO2.

 

Die Konzentration von Treibhausgasen war in der Klimageschichte der Erde extrem starken Schwankungen unterworfen. Seit dem Beginn der industriellen Revolution hat sich die Konzentration von Treibhausgasen erhöht. So stiegen die Werte zwischen den Jahren 1750 und 2000 teilweise stark an.

 


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