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Umweltglossar


P

P tot

Ptot bezeichnet im Zusammenhang mit ARA-Messungen den Gesamtphosphor; ein Nährstoff mit Düngewirkung.


PAK (Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe)

Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (kurz PAK) bilden eine Stoffgruppe von organischen Verbindungen, die aus mindestens zwei miteinander verbundenen Benzolringen bestehen. PAK sind Bestandteil von Kohle, Erdöl und kommen in Bitumen- und Steinkohlenteerprodukten vor. Dadurch ergibt sich ein grosser Variantenreichtum innerhalb der Gruppe der PAKs: Es sind mehrere hundert PAKs bekannt.

 

PAKs entstehen bei der (unvollständigen) Verbrennung von organischen Materialien und sind deswegen in der Luft der ganzen Welt zu finden. Sie werden ausserdem durch Kondensations-Reaktionen aus Huminsäuren gebildet.

 

Fast alle PAKs, die aus mehr als vier Benzolringen bestehen, sind nachweislich karzinogen.


PCB (Polychlorierte Biphenile)

Als Polychlorierte Biphenyle (PCB) wird eine Gruppe giftiger Substanzen bezeichnet, die bis in die 1980er Jahre vor allem in Transformatoren, elektrischen Kondensatoren, in Hydraulikanlagen, sowie als Weichmacher in Lacken, Dichtungsmassen und Kunststoffen verwendet wurde. PCBs zählen inzwischen zu den zwölf als "dirty dozen" bekannten organischen Giftstoffen, welche durch die Stockholmer Konvention vom 22. Mai 2001 weltweit verboten wurden.

PCBs sind gelbliche, fast geruchlose Flüssigkeiten und gehören zur Gruppe der BAG-Chemikalien.

 

Polychlorierte Biphenyle sind thermisch und chemisch stabil, schwer entflammbar, elektrisch nicht leitend und superhydrophob. Sie werden biologisch kaum abgebaut. Nach einer Massenvergiftung mit PCB-verseuchten Lebensmitteln in 1968 Japan wurden PCBs 1978 zuerst in offenen Systemen und 1989 generell verboten. Seit Ende der Übergangsfrist 1999 müssen PCB-Altlasten gemeldet und als Sonderabfall entsorgt werden. Besondere Vorsicht ist hier bei alten Leuchtstoffröhren bzw. bei den Vorschaltgeräten in den Halterungen gegeben, bei denen PCB-haltige Kondensatoren eingesetzt wurden, die heute oft undicht sind.


Pestizide

siehe Pflanzenschutzmittel


Pflanzenschutzmittel

Pflanzenschutzmittel sind Wirkstoffe und Zubereitungen, die dazu bestimmmt sind: 

 

- Pflanzen und Pflanzenerzeugnisse vor Schadorganismen zu schützen oder deren Einwirkungen vorzubeugen;

- in einer anderen Weise als ein Nährstoff die Lebensvorgänge von Pflanzen zu beeinflussen;

- Pflanzenerzeugnisse zu konservieren;

- auf ein unerwünschtes Pflanzenwachstum Einfluss zu nehmen.


pH-Wert

Der pH-Wert (negativer dekadischer Logarithmus der Wasserstoffionenkonzentration; -log [H+]) ist ein Mass dafür, wie sauer oder basisch eine wässrige Lösung ist (Skala: 0 bis 14). Ein pH-Wert von 7 gilt als neutral, niedrigere pH-Werte (<7) liegen im sauren Bereich (z.B. Regenwasser), höhere Werte (>7) im basischen Bereich (z.B. Seewasser). Lebewesen tolerieren i.d.R. nur Lebensbedingungen in engen pH-Wert-Grenzen (z.B. zwischen 5 und 9).


Phosphat

Die Bezeichnung Phosphate steht für die Salze der Phosphorsäuren. Ebenso werden organische Verbindungen, die Phosphatgruppen tragen, als Phosphate bezeichnet.

 

Die Hauptmenge der Phosphate kommt als Dünger zum Einsatz. Durch Erosion von landwirtschaftlichen Flächen gelangen sie an Tonminerale gebunden in Flüsse und Seen und können dort zur Eutrophierung beitragen. Weitere Verwendungszwecke sind Wasserenthärter, Waschmittel und Ausgangsstoff für weitere Phosphorverbindungen. Phosphate spielen auch bei der Lebensmittelherstellung (vor allem in der Fleischindustrie) eine sehr grosse Rolle.

 

Die meisten Phosphate, mit Ausnahme der von Natrium, Kalium und Ammonium, sind schlecht wasserlöslich.


Phosphatfällung

Dritte Reinigungsstufe in der Abwasserreinigung. Die chemische Phosphorelimination ist eine Verfahrenstechnik, welche zum Schutze der Gewässer Phosphor aus dem Abwasser entfernt. Phosphor dient als Nährstoff für Pflanzen und ist für ein unerwünschtes Wuchern bestimmter Pflanzenarten verantwortlich.


Phosphor (P)

Phosphor ist eines der Grundelemente der organischen Chemie und als Mineralstoff Baustein jedes lebenden Organismus.

 

In der Natur kommt Phosphor ausschliesslich in gebundener Form, das heisst nicht gediegen, meist in Form der Phosphate in der Erdkruste vor.

Von den weltweit jährlich geförderten etwa 100 Millionen Tonnen an Rohphosphaten werden etwa 90 % zur Herstellung von Düngemitteln verwendet.


Photosynthese

Als Photosynthese bezeichnet man die Erzeugung (die Synthese) von organischem Material in Pflanzen aus meist einfacheren anorganischen (seltener: organischen) Stoffen unter Verwendung von Lichtenergie, die mit Hilfe lichtabsorbierender Farbstoffe, der Chlorophylle, aufgenommen wird.

Bei der Photosynthese laufen komplexe biochemische Prozesse ab.


Phytoplankton

Der Begriff Phytoplankton bezeichnet pflanzliches Plankton, vor allem bestehend aus Kieselalgen (Bacillariophyta), Grünalgen, Goldalgen, Dinoflagellaten und Blaualgen (Cyanobakterien). Es baut als Primärproduzent mit Hilfe von Licht in der Photosynthese aus Kohlendioxid und Nährstoffen seine Körpersubstanz (Biomasse) auf (Primärproduktion). Das Phytoplankton ist damit die Basis der autochthonen Nahrungspyramide in stehenden und langsam fliessenden Gewässern.

 

Phytoplankton wird gefressen vom Zooplankton und vielen Tieren, die am Boden der Binnengewässer und Meere leben. Plankton-Tiere haben erstaunliche netzartige Strukturen entwickelt, um es aus dem Wasser zu filtrieren. Eine der bemerkenswertesten und direktesten Nahrungsketten ist: Phytoplankton ->Krill -> Wal.


Piezometer

Vertikales Rohr zur Messung des Grundwasserspiegels und zur Entnahme von Wasserproben (z.B. mit Filterrohr ausgebaute Sondierbohrung oder gerammtes Filterrohr; Durchmesser 30 bis 150 mm).


Planungswert

Sie liegen unterhalb der Immissionsgrenzwerte (vgl. Art. 23 USG). Sie kommen im Sinne einer Vorsorgemassnahme überall dort zur Anwendung, wo für die Zukunft geplant oder gebaut wird und entsprechend noch ein grösserer Handlungsspielraum besteht.


PM10

Particulate Matter <10 Mikrometer (auch: Feinstaub, Feinpartikel): feindisperse Schwebestoffe mit einem aerodynamischen Durchmesser von weniger als 10 Mikrometer. Partikel dieser Grössenfraktion passieren den Nasen-/ Rachenbereich und können in die unteren Atemwege gelangen. Aus umfangreichen Studien sind Zusammenhänge zwischen PM10-Konzentration und der Häufigkeit von Atemwegs- sowie Herz- und Kreislauferkrankungen erwiesen.


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