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Umweltglossar


O

Oberflächengewässer

Dazu gehören die stehenden Gewässer wie Seen, Kleinseen, Weiher und die Fliessgewässer wie Flüsse und Bäche.


Oberirdisches Gewässer

Wasserkörper mit Sohle und Böschung sowie die tierische und pflanzliche Besiedlung (Art. 4 GSchG). Oberirdische Gewässer umfassen stehende Gewässer (Seen, Weiher und Teiche) und Fliessgewässer (Bäche, Flüsse und Flussstaue).


Ökologischer Leistungsnachweis

Um in den Genuss von Direktzahlungen zu gelangen, muss der Betreiber eines Landwirtschaftsbetriebes eine Vielzahl von ökologischen Leistungen erbringen, die er nachweisen muss: Tiergerechte Haltung der Nutztiere, ausgeglichene Düngerbilanz,

angemessener Anteil an ökologischen Ausgleichsflächen, geregelte Fruchtfolge, geeigneter Bodenschutz sowie Auswahl und gezielte Anwendung der Pflanzenbehandlungsmittel.


Ökotoxizität

Die Giftigkeit oder Toxizität von Stoffen für Lebewesen unter Ausnahme des Menschen wird als Ökotoxizität bezeichnet. Meist wird der Begriff einschränkend nur für Wasserlebewesen verwendet.

Die Ökotoxizität in der Störfallverordnung wird für die Feststellung der Mengenschwelle gebraucht. Die Angabe erfolgt in der Regel als Konzentration, bei der innert einer bestimmten Zeit 50% der Versuchstiere sterben (z.B. LC50 = 10 mg/l) oder 50% der Versuchstiere eine Wirkung (z.B. Bewegungslosigkeit) zeigen (z.B. EC50 = 10 mg/l).

Angaben zur Ökotoxizität sind oft schwierig zu finden. In Deutschland existiert jedoch zumindest ein Klassierungssystem, mit dem schon eine grosse Zahl von Stoffen in sogenannte Wassergefährdungsklassen (WGK1 = schwach wassergefährdend, WGK2 = wassergefährdend und WGK3 = stark wassergefährdend) eingestuft worden sind. Allerdings ist dieses System nicht vollständig mit der Störfallverordnung kompatibel (siehe deutscher Wassergefährdungskatalog des Umweltbundesamtes).

Das CEN (Comité Européen de Normalisation) führt ein vergleichbares System, jedoch mit einer inversen Nummerierung (PN3 ... PN1).


Oligotroph

Oligotroph sind Gewässer mit wenig Nährstoffen und daher geringer organischer Produktion. Die geringe Phosphatzufuhr begrenzt das Pflanzenwachstum; in sauerstoffreichem Wasser enthaltene freie Eisenionen binden Phosphat und entziehen es dem Stoffkreislauf. Das Plankton ist zwar artenreich aber individuenarm. Das Gewässer bietet nur wenigen Fischen Lebensraum.

 

Oligotrophe Gewässer haben meist bekieste Ufer mit geringem Pflanzenbewuchs, sie sind sehr klar. Das Wasser erscheint blau bis grün. Die Sauerstoffsättigung am Ende der Sommerstagnation liegt bei mehr als 70%. Die Sichttiefe ist grösser als 6 m, allerdings mindestens 3 m).


Organismen

Organismen sind zelluläre oder nichtzelluläre biologische Einheiten (z.B. Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen), die fähig sind, sich zu vermehren oder genetisches Material zu übertragen.

Als Organismen im Sinne der Störfallverordnung (StFV) und der Einschliessungsverordnung (ESV, SR 814.912) gelten insbesondere pathogene oder gentechnisch veränderte Organismen. 


OSTLUFT

Zusammenschluss der Ostschweizer Kantone (AI, AR, GL, SG, SH, TG, ZH sowie - in Teilbereichen - auch GR) und des Fürstentums Liechtenstein zur gemeinsamen Luftgüteüberwachung.


Ozon

Ozon (O3) ist ein Schadstoff, der nicht direkt emittiert wird, sondern erst durch eine photochemische Reaktionskette in der freien Atmosphäre aus Vorläuferschadstoffen ( Stickoxide, VOC) gebildet wird. Dieses Ozon der bodennahen Schichten hat in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen. Im Gegensatz dazu ging die Ozonkonzentration in der Stratosphäre, also in ca. 20 - 50 km Höhe, zurück ("Ozonloch"). In der Stratosphäre wirkt Ozon als lebensnotwendiger UV-Schild; in bodennahen Schichten ist die reaktionsfreudige Substanz jedoch ein Reizgas.


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