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Umweltglossar


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Nachteilige Einwirkungen (Gewässer)

  


Nachteilige Veränderung

Der Begriff wird im GSchG und in der GSchV in verschiedenen Bestimmungen, beispielsweise im Zusammenhang mit der Verunreinigung des Wassers (Art. 4 GSchG), dem Sauerstoffgehalt in der Gewässersohle (Anh. 2 Ziff. 12 Abs. 2), der Morphologie und den Funktionen des Seebodens und der Verhältnisse in Seen (Anh. 2 Ziff. 13 Abs. 1 und 3), verwendet. Es handelt sich dabei um einen allgemein gültigen Sprachbegriff, der die Veränderung eines Mediums zu seinem Nachteil ausdrückt.


Nährstoffbilanz

Die Nährstoffbilanz (auch Düngerbilanz) ist eine Gegenüberstellung des Nährstoffbedarfs der pflanzlichen Kulturen auf einem Landwirtschaftsbetrieb im Vergleich zu den eingesetzten Nährstoffen aus der betrieblichen Tierhaltung (Hofdünger) und den zugeführten zusätzlichen Düngern (Mineraldünger, Kompost) und zugeführten Futtermitteln. Ziel sollte sein, dass sich Nährstoffbedarf und Nährstoffanfall resp. -einsatz im Gleichgewicht befinden. Die Basis für eine Berechnung der aktuellen Nährstoffbilanz stellen die Grundlagen für die Düngung im Acker- und Futterbau (GRUDAF 2009) dar.


Niederdruck-Rohrleitungsanlagen

Als Niederdruck-Rohrleitungsanlagen gelten namentlich Rohrleitungen von einem höchstzulässigen Betriebsdruck von weniger als 5 bar oder einem Produkt

aus Aussendurchmesser (cm) und höchstmöglichem Betriebsdruck (bar)

kleiner als 200 bar cm sowie deren Pumpen und Speicher.


NIS (Nicht ionisierende Strahlung)

Nichtionisierende Strahlung besitzt nicht genügend Energie, um Atome oder Moleküle zu ionisieren. Nichtionisierende Strahlung umfasst UV-Strahlung, sichtbares Licht, Wärmestrahlung (Infrarot) Hochfrequenzstrahlung sowie niederfrequente elektrische und magnetische Felder. Technisch erzeugte nieder- und hochfrequente Strahlung wird landläufig auch als Elektrosmog bezeichnet.


Nitrat

Das Nitrat-Ion (NO3-) ist das Anion der Salpetersäure. Salze, die das Nitrat-Ion enthalten, bezeichnet man als Nitrate. Nitrate werden in der Landwirtschaft als Düngemittel eingesetzt.

 

Es gilt mittlerweile als erwiesen, dass übermässiger Düngeeinsatz zu einem erhöhten Nitratgehalt in insbesondere oberflächennahen Trinkwasservorkommen führen kann. Der Anforderungswert für Trinkwasser beträgt 25mg/l.

 

Zu viel Nitrat im Trinkwasser und in gedüngtem Gemüse kann zu einer gesundheitlichen Gefährdung führen. Ein zu hoher Nitrat-Wert des Wassers stellt auch eine Gefährdung der Wassertiere dar, die mitunter zum Tode führen kann.


Nitrifikation

Weitergehende Reinigung des Abwassers, Abbau von Ammonium zu Nitrit und dann zu Nitrat.


Nitrit

Nitrit (NO2ˉ) ist das Anion der salpetrigen Säure. Salze, die das Nitrit-Ion enthalten, bezeichnet man als Nitrite (z. B. Natriumnitrit, Kaliumnitrit). Nitrit-Ionen werden im Boden oder in Gewässern durch Nitritbakterien durch Oxidation aus Ammonium-Ionen unter Verbrauch von Sauerstoff gebildet; sie entstehen auch unter anaeroben Bedingungen durch Reduktion aus Nitrat-Ionen. Nitrite sind in grösseren Mengen giftig und an der Bildung der krebserregenden Nitrosamine beteiligt.

 

Nitrit wird auch als starkes Fischgift angesehen und gilt generell als Krebs erregend. Die Toxizität von Nitrit für Fische ist vom Chloridgehalt im Wasser abhängig. Bei tiefen Chloridkonzentrationen wirkt Nitrit toxischer als bei höheren.


NO, NO2, NOx

Stickoxide (NOx).


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