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Umweltglossar


M

MBTE

MTBE (Methyl-tert-butylether), auch tert-Butylmethylether, wird hauptsächlich als Antiklopfmittel dem Benzin zugesetzt. Es erhöht die Oktanzahl und führt dabei zu einer Verringerung der Klopfneigung des Ottomotors. Es ersetzt Tetraethylblei in unverbleiten Kraftstoffen. MTBE findet in der organischen Chemie zunehmend Verwendung als Lösungsmittel sowie Extraktionsmittel.


Membrantechnologie

Kombination einer Belebtschlammanlage mit Membranverfahren zur Abtrennung des Schlammes vom gereinigten Wasser.


Mengenschwelle

Die für jeden Stoff, jede Zubereitung und jeden Sonderabfall festlegbare kritische Menge (angegeben als Masse in kg), die im ungünstigsten Fall bei einem Störfall zu einer schweren Schädigung führen könnte, wird als Mengenschwelle bezeichnet. Ein Betrieb, bei dem in einem oder mehreren Fällen die Mengenschwelle überschritten wird, fällt in den Geltungsbereich der Störfallverordnung.

Die Störfallverordnung listet im Anhang 1 für eine Gruppe ausgewählter Stoffe die Mengenschwelle auf (Ausnahmeliste); am selben Ort befindet sich auch die Liste der Mengenschwellen für Sonderabfälle.
Für alle andern Stoffe und Zubereitungen kann die Mengenschwelle anhand der Toxizität, der Brand- und Explosionseigenschaften sowie der Ökotoxizität ermittelt werden. Die Anleitung dazu findet sich ebenfalls im Anhang 1 der Störfallverordnung. Das BAFU hat für etwa 2000 Stoffe diese Bestimmung bereits durchgeführt (siehe Mengenschwellen gemäss Störfallverordnung, BAFU 2008).

Die für die Einstufung massgebenden Eigenschaften der Stoffe und Zubereitungen können oft den Sicherheitsdatenblättern entnommen oder vom Lieferanten/Hersteller erfragt werden, ggf. muss aber auch auf die entsprechende Fachliteratur zurückgegriffen werden.


Methan

Methan wird beim mikrobiellen Abbau organischer Stoffe unter Luftabschluss emittiert. Hauptquelle ist die Rindviehhaltung. Methan ist ein farb- und geruchloses Gas, welches für Mensch und Tier in den üblicherweise vorkommenden Immissionskonzentrationen nicht toxisch ist. Methan ist mitverantwortlich für den Treibhauseffekt und spielt bei der Ozonbildung in der freien Troposphäre eine Rolle.


Miete

Als Miete ist einerseits eine mit Stroh und Erde abgedeckte Grube zur Aufbewahrung von Feldfrüchten (Schutz gegen Frost) gemeint. Anderseits wird der Begriff auch für lose Haufen von organischem Material verwendet, die der Kompostierung dienen.


Mikroverunreinigungen

Stoffe wie Medikamente und Hormone, Pestizide, aber auch gewisse Industriechemikalien können in unseren Gewässern im Spurenbereich, d.h. in sehr tiefen Konzentrationen festgestellt werden (Mikrogramm bis zu Nanogramm pro Liter, d.h. Millionstel bis zu Milliardstel Gramm pro Liter). Sie werden unter dem Begriff "Mikroverunreinigungen" zusammengefasst und sind meist biologisch nur schwer oder nicht abbaubar. Ihre Bestimmung ist aufwändig und wird nicht routinemässig durchgeführt.


Mobilfunk

Mobilfunk ist die Sammelbezeichnung für den Betrieb von beweglichen Funkgeräten.

Darunter fallen vor allem tragbare Telefone, (Mobiltelefone) und in Fahrzeuge eingebaute Wechselsprechgeräte (z.B. Taxifunk). Es existieren jedoch viele weitere Anwendungsbereiche, wie zum Beispiel mobile Datenerfassung, Funkrufdienste, Telemetrie, See- und Binnenschifffahrtfunkdienste, CB- und Amateurfunk, die nicht ortsgebunden sind.

Der Mobilfunk fand vor allem durch die GSM-Netze für Handys Mitte der 1990er Jahre starke Verbreitung. Diskutiert werden mögliche Gesundheitsschäden durch die elektromagnetischen Wellen der Mobiltelefone und Mobilfunksender.


Morphologie des Gewässers

Gesamtheit der strukturellen Gegebenheiten, welche die Gestalt von Wasserbett mit Sohle, Böschung und Ufer des Gewässers bestimmen.


Massnahmenplan Luftreinhaltung

Die Behörde erstellt einen Massnahmenplan, wenn feststeht oder zu erwarten ist, dass trotz vorsorglicher Emissionsbegrenzungen übermässige Immissionen verursacht werden durch eine Verkehrsanlage oder durch mehrere stationäre Anlagen. Der Massnahmenplan dient dazu, die notwendigen und verhältnismässigen Massnahmen zur Verbesserung der Luftqualität auszuwählen und anzuordnen. Nur ein koordiniertes Vorgehen mit aufeinander abgestimmten Massnahmenbündeln erlaubt es, die Emittenten rechtsgleich zu behandeln und zu einem anteilsmässigen Beitrag zur Verbesserung der Situation zu verpflichten (Lastengleichheit).

 

Der Massnahmenplan hat die Aufgabe eines Koordinationsinstrumentes und kann mit einer Verwaltungsverordnung verglichen werden. Er stellt keine gesetzliche Grundlage im eigentlichen Sinn dar, sondern ist nur - aber immerhin - behördenverbindlich (Art. 44a Abs. 2 USG). Er verpflichtet also kantonale Stellen sowie die Gemeindebehörden.


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