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Umweltglossar


K

Kalium (K)

Kalium kommt in der Natur nur als Kation in Kaliumverbindungen vor, z.B. in gebundener Form in tierischen und pflanzlichen Nahrungsmitteln. Kalium reagiert heftig mit Wasser unter Bildung von Kaliumhydroxid und Freisetzung von Wasserstoff. Wasserlösliche Kaliumsalze werden überwiegend als Düngemittel verwendet, da Pflanzen die im Boden vorkommenden Kaliumsilicate schlecht aufschliessen können.


Kanalisationen, öffentlicher Bereich

Der Bereich öffentlicher Kanalisationen umfasst Bauzonen, weitere Gebiete, sobald für sie eine Kanalisation erstellt worden ist sowie weitere Gebiete, in welchen der Anschluss an die Kanalisation zweckmässig und zumutbar ist (vgl. Art. 11 Abs. 2 GSchG). Der Anschluss von verschmutztem Abwasser an die öffentliche Kanalisation ausserhalb von Bauzonen ist zweckmässig, wenn er sich einwandfrei und mit normalem baulichem Aufwand herstellen lässt. Er gilt als zumutbar, wenn die Kosten des Anschlusses diejenigen für vergleichbare Anschlüsse innerhalb der Bauzone nicht wesentlich überschreiten (vgl. Art. 12 Abs. 1 GSchV). Die finanzielle Zumutbarkeit eines Kanalisationsanschlusses wird üblicherweise mit dem Einwohnergleichwert (EGW), d.h. der potentiellen Nutzbarkeit der zur Verfügung stehenden Wohnräume, berechnet.

 

Die Beurteilung der Kosten des Anschlusses an die öffentliche Kanalisation ausserhalb der Bauzone i.S.v. Art. 12 Abs. 1 lit. b GSchV erfordert die Berücksichtigung aller tatsächlich vom betroffenen Eigentümer zu tragenden Kosten. Es rechtfertigt sich deshalb, die Anschlussbeiträge in der gleichen Weise zu berücksichtigen, wie die übrigen Anschlusskosten.


Karstgebiete

Gesteinsformation, die aufgrund von Lösungsvorgängen durch kohlensäurehaltiges Wasser Hohlräume von erheblichem Volumen (bis hin zu Höhlen) enthalten können. Verkarstungsfähige Gesteine sind Karbonatgesteine (Kalk, Dolomit) und Evaporite (Gips, Steinsalz).


Katalysator

Der Katalysator ist ein Stoff, der die Reaktionsgeschwindigkeit einer chemischen Reaktion beeinflusst, ohne dabei verbraucht zu werden. Dies geschieht durch Herauf- oder Herabsetzung der Aktivierungsenergie. Katalysatoren, die die Aktivierungsenergie herabsetzen, werden als positive Katalysatoren bezeichnet, solche, die die Aktivierungsenergie heraufsetzen, als negative Katalysatoren oder Inhibitoren.

 

Umgangssprachlich meint man mit Katalysator meist den Fahrzeugkatalysator, oft verkürzt als der "Kat". Im Autoabgaskatalysator reagiert das Atemgift Kohlenstoffmonoxid (CO) mit Sauerstoff (O2) zum Treibhausgas Kohlenstoffdioxid (CO2).

 

Aus der Sicht des Umweltschutzes wird durch den Einsatz von selektiven und aktiven Katalysatoren in der Regel Energie eingespart und die Menge an Nebenprodukten reduziert. Nicht minder bedeutsam für unsere Umwelt ist aber auch die Abgasnachbehandlung in der industriellen Produktion oder in Kraftwerken. Im Falle der abgaskatalytischen Verfahren (z.B. in den PKW) werden unvermeidbare, gefährliche Substanzen in weniger gefährliche umgesetzt.

In der Praxis werden Katalysatoren durch Nebenreaktionen nach einiger Zeit des Gebrauchs unwirksam, da sie durch Nebenprodukte blockiert werden.


Kataster der belasteten Standorte (KbS)

Der Bund hat die Kantone beauftragt, einen Kataster zu erstellen, in welchem durch Abfälle belastete Standorte und insbesondere Altlasten eingetragen werden. Bei Handänderungen oder bei Bauvorhaben ist wichtig zu wissen, ob es sich bei der entsprechenden Parzelle um einen belasteten Standort handelt. Der Grundeigentümer des Standortes wird über den bevorstehenden Eintrag informiert. Er erhält Gelegenheit, zum Eintrag Stellung zu nehmen und nötigenfalls eigene Abklärungen durchzuführen. Der Kataster der belasteten Standorte ist öffentlich.


Keime, Keimzahl (Gesamtkeimzahl)

Die aerobe mesophile Keimzahl ist ein Mass für die allgemeine mikrobielle Verunreinigung eines Lebensmittels. Keimzahlen, die über dem normalen Mass (Toleranzwert) liegen, weisen auf verunreinigte Ausgangsprodukte, unhygienische Herstellung oder unsachgemässe Lagerung hin.


Klärschlamm

Damit bezeichnet man den ausgefaulten bzw. auf sonstige Weise stabilisierten Schlamm aus Abwasserreinigungsanlagen.


Klimaanlage

Eine Klimaanlage ist eine Anlage zur Erzeugung und Aufrechterhaltung eines gleichmäßigen Raumklimas. Je nach Zielsetzung sorgt sie für konstante Temperatur durch Erwärmung oder Kühlung der Luft, reguliert die Luftfeuchtigkeit durch Ent- oder Befeuchtung, oder sie reduziert den Staubanteil in der Luft durch Filterung.


Kluft-Grundwasserleiter

In einem Kluft-Grundwasserleiter fliesst das Grundwasser entlang von Trennflächen wie Rissen, Spalten, Klüften und Schichtfugen, die im Gesteinsverband in der Regel ein verzweigtes Netzwerk bilden. Die Fliessgeschwindigkeit hängt von der Öffnungsweite der Klüfte, der Kluftdichte und der Vernetzung der Klüfte ab. Die Speicherwirkung ist meistens gering; das Reinigungsvermögen ist je nach Zerklüftungsgrad sehr unterschiedlich. Bei weiten Kluftöffnungen und/oder hohen Fliessgeschwindigkeiten werden Schadstoffe ungenügend gefiltert oder absorbiert.


Kohlenwasserstoffe

siehe Volatile organic compounds ( VOC)


Kolibakterien

siehe Colibakterien


Kolmation

Es kann zwischen zwei Arten der Kolmation unterschieden werden. Unter äusserer Kolmation wird die Überlagerung der Gewässersohle mit Schwebestoffen (Sedimenten) verstanden; bei der inneren Kolmation gelangen Schwebestoffe in den Porenraum der Sohle. Als Folge der Kolmation ist unter anderem der Sauerstoff- und Wasseraustausch mit dem umliegenden Grundwasser gestört.


Kompostierbare Abfälle

Biogene Abfälle aus Küche, Garten oder Grünflächen. Im deutschsprachigen Raum auch als Bioabfälle bezeichnet. Reine pflanzliche Abfälle aus Garten und Grünflächen werden auch als Grünabfälle bezeichnet.


Kompost

Aus biogenen Ablällen erzeugtes humusartiges Material, das zur Bodenverbesserung und Düngung verwendet wird. Rechtlich als Recyclingdünger bezeichnet.


Konferenz von Rio

Im Jahre 1992 hat sich die Staatengemeinschaft an der Konferenz von Rio mit der nachhaltigen Entwicklung unseres Planeten befasst. Die Konferenz und auch der Begriff der Nachhaltigkeit entstanden aus der Erkenntnis, dass die Rohstoffvorräte der Erde begrenzt sind. Neben der Sorge über die knappen Rohstoffe beschäftigen auch die mit deren Verbrauch verbundenen Auswirkungen auf die Umwelt.


Kupfer (Cu)

Kupfer kommt in der Natur gediegen vor. Die weltweit grössten Vorkommen gibt es in Chile, den USA, Russland, Sambia, Kanada und Peru. Kupfer zeigt als Halbedelmetall ähnliche Eigenschaften wie die in der gleichen Gruppe stehenden Elemente Silber und Gold. Kupfer wird für Münzen, Schmuck, Besteck, Armaturen, Kessel, Präzisionsteile, Kunstgegenstände, Musikinstrumente, Rohrleitungen, als hervorragender Wärme- und Stromleiter und vieles mehr verwendet. Auch werden Dächer mit Kupfer gedeckt, auf denen sich dann eine beständige grünliche Patina bildet.

Bei allen höheren Lebewesen ist Kupfer als Bestandteil vieler Enzyme ein lebensnotwendiges Spurenelement. In ionisierter, nicht an Proteine gebundener Form wirkt Kupfer antibakteriell. In hoher Konzentration kann Kupfer toxisch wirken.


Kurzbericht des Inhabers eines Betriebes (StFV)

Der Kurzbericht ist eine Beschreibung des Betriebs und seiner Umgebung mit insbesondere folgendem Inhalt:

  • Liste der Stoffe, Zubereitungen und Sonderabfälle, die im Betrieb in Mengen vorhanden sein können.
  • Liste der Organismen, mit denen Tätigkeiten der Klasse 3 oder 4 (nach Einschliessungsverordnung, ESV, SR 814.912)) ausgeübt werden.
  • Angaben zu den Sicherheitsmassnahmen.
  • Eine nachvollziehbare Einschätzung des Schadensausmasses als Folge des schlimmst möglichen Störfallszenarios.

Die Vollzugsbehörde überprüft den Kurzbericht auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Zudem kontrolliert sie, ob die Sicherheitsmassnahmen im Betrieb dem aktuellen Stand der Sicherheitstechnik entsprechen. Ggf. verlangt sie entsprechende Ergänzungen bei den Sicherheitsmassnahmen.
Wenn der im Kurzbericht ausgewiesene mögliche Schaden des schlimmst möglichen Störfallszenarios das Ausmass einer schweren Schädigung erreicht, verlangt sie eine tiefergehende Risikoanalyse in Form einer Risikoermittlung.


Kurzbericht des Inhabers eines Verkehrsweges (StFV)

Der Kurzbericht ist eine Beschreibung des Verkehrsweges und seiner Umgebung mit folgenden Schwerpunkten:

  • Beschreibung der baulichen und technischen Gestaltung des Verkehrsweges
  • Statistische Angaben zu Verkehrsaufkommen, Verkehrsstruktur (Anteil Schwerverkehr bzw. Gefahrgutverkehr) und bisherigem Unfallgeschehen
  • Angaben zu den Sicherheitsmassnahmen
  • nachvollziehbare Einschätzung der Wahrscheinlichkeit eines Störfalls mit schwerer Schädigung der Bevölkerung oder der Umwelt

Die Vollzugsbehörde überprüft den Kurzbericht auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Zudem kontrolliert sie, ob die Sicherheitsmassnahmen dem aktuellen Stand der Sicherheitstechnik entsprechen. Ggf. verlangt sie entsprechende Ergänzungen bei den Sicherheitsmassnahmen.
Wenn die im Kurzbericht ausgewiesene Wahrscheinlichkeit einer schweren Schädigung nicht hinreichend klein ist, verlangt sie eine tiefergehende Risikoanalyse in Form einer Risikoermittlung.


KVA

Kehrichtverbrennungsanlage


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