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Umweltglossar


L

Lachgas

Das farblose Lachgas (N2O) ist der bekannte Trivialname für Distickstoffoxid, welches zur Unterscheidung von anderen Stickoxiden auch Distickstoffmonoxid genannt wird.

Lachgas wird nicht nur direkt vom Menschen freigesetzt, sondern auch indirekt durch intensive Landwirtschaft. Wenn im Boden Sauerstoffmangel herrscht, wird Stickstoffdünger in Lachgas umgewandelt.

N2O ist ein Treibhausgas. Mit einer mittleren atmosphärischen Verweilzeit von 100 Jahren und einem relativ hohen molekularen Treibhauspotenzial ist es ein klimarelevantes Gas. Sein Beitrag zum anthropogenen Treibhauseffekt beträgt heute etwa 5 %. Lachgas setzt sich in der Stratosphäre mit dem dort vorhandenen Ozon zu Stickstoffoxid um und trägt so zum Ozonabbau bei.


Lärm

Unerwünschter Schall wird als Lärm bezeichnet. Lärm ist also nicht messbar, er muss beurteilt werden. Lärm setzt sich aus einer objektiven und einer subjektiven Komponente zusammen. Die objektive Komponente, die Schallintensität, ist messbar und wird in der Messgrösse Dezibel angegeben. Die subjektive Komponente hängt mit der selektiven Wahrnehmung des Gehörs und damit zusammen, dass Lärm Informationen enthält. Je nach Einstellung, momentaner Beschäftigung usw. des Hörenden wird das gleiche Geräusch als störend, als indifferent oder gar positiv wahrgenommen (klassisches Beispiel: Motorradlärm). Dementsprechend wirken verschiedene Lärmarten (z.B. Strassenverkehrs- und Eisenbahnlärm) bei gleichem Schallpegel unterschiedlich störend. Durch soziopsychologische Untersuchungen ist die typische (d.h. für die Mehrheit der Bevölkerung repräsentative) Störwirkung der gängigsten Lärmarten ermittelt worden. Diesen unterschiedlichen Störwirkungen der verschiedenen Lärmarten wird in der Umweltschutzgesetzgebung durch Korrekturfaktoren bei der Ermittlung des massgeblichen Lärmpegels (Beurteilungspegel) Rechnung getragen.


Lärmempfindliche Räume

Wohnräume sowie Räume in Betrieben, in denen sich Personen regelmässig während längerer Zeit aufhalten, ausgenommen Räume für die Nutztierhaltung und Räume mit erheblichem Betriebslärm.


Lärm: Massnahmen im Sinne von Art. 29f. LSV

Zu den planerischen Massnahmen im Sinn von Art. 29f. LSV gehört u.a. der Erlass eines Überbauungs- und Gestaltungsplanes. Gestalterische Massnahmen eignen sich vor allem für einzelne Bauten oder kleinere Baugruppen. Zum Beispiel soll die im Hinblick auf den Lärmschutz bestmögliche Umgebungsgestaltung und Anordnung der Baukörper gewählt werden. Zu den baulichen Massnahmen gehören neben der Anordnung abschirmender Bauteile insbesondere Lärmschutzwälle und -dämme. Sie kommen vor allem dort in Frage, wo gestalterische und planerische Massnahmen nicht möglich oder nicht geeignet sind. Da bauliche Lärmschutzmassnahmen das Landschaftsbild und das Ortsbild beeinträchtigen können, ist planerischen und gestalterischen Massnahmen grundsätzlich der Vorzug zu geben.


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