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Umweltglossar


D

Deckschicht

Boden und nicht wassergesättigter Untergrund, die das Grundwasser überdecken.


Denitrifikation

Weitergehende Reinigung des Abwassers, Abbau von gelöstem Nitrat zu gasförmigen Stickstoff.


Deponien

Abfallanlagen, in denen Abfälle endgültig und kontrolliert abgelagert werden. Die Kantone dürfen Bewilligungen nur für folgende Deponietypen erteilen:


Düngergrossvieheinheit (DGVE)

Eine Düngergrossvieheinheit entspricht dem durchschnittlichen jährlichen Anfall von Gülle und Mist einer 600 kg schweren Kuh (vgl. Art. 14 Abs. 8 GSchG). Für die Umrechnung der Nutztiere eines Betriebes auf DGVE ist ihre jährlich ausgeschiedene Nährelementmenge massgebend. Diese beträgt für eine DGVE 105 kg Stickstoff und 15 kg Phosphor.


Dieselruss

1987 hat die Weltgesundheitsorganisation WHO Dieselruss erstmals als krebserregende Substanz taxiert. Seit 1994 führt auch die SUVA den Dieselruss in ihrer Liste der kanzerogenen Stoffe auf. Zum Schutz der Beschäftigten vor Lungenkrebs und weiteren Krankheiten schreibt sie eine maximale Arbeitsplatz-Konzentration (MAK-Wert) von 0,1 mg oder 100 Mikrogramm Kohlenstoff pro Kubikmeter Luft vor.

 

Messungen im Abgasstrom eines Dieselmotors ohne Partikelfilter ergeben hohe Konzentrationen von bis zu 10 Mio. ultrafeiner Partikeln je Kubikzentimeter Luft. Dem Auspuff entweicht damit ein Gemisch von mehreren hundert verschiedenen gasförmigen, festen und flüssigen Schadstoffen. Im Fall der winzigen Russteilchen versagt das Abwehrsystem der menschlichen Atemwege oftmals, da es die feinsten Partikel übersieht.


Dioxine

Als Dioxine wird eine Gruppe von chlorierten organischen Verbindungen bezeichnet, die sowohl in der Umwelt als auch in den Organismen sehr langlebig (persistent) sind und sich daher dort anreichern können, insbesondere in den Böden, den fetthaltigen Teilen von Pflanzen und im Fettgewebe von Mensch und Tier.

 

Dioxine entstehen als unerwünschte Nebenprodukte bei einer Vielzahl von thermischen Prozessen. Auch natürliche Prozesse können zur Bildung von Dioxinen führen, z.B. Wald- oder Steppenbrände sowie mikrobielle Tätigkeiten oder Vulkanausbrüche.

 

Beim Menschen erfolgt die Aufnahme von Dioxinen zu 90 bis 95 % über die Nahrung, insbesondere über fetthaltige Lebensmittel wie Milch, Fleisch und Fisch. Die Vergifteten verlieren rasant an Gewicht und leiden an Durchfall. Das giftigste Dioxin, das Tetrachlordibenzo-p-Dioxin, kann beim Menschen neben Chlorakne auch Verdauungs-, Nerven- und Enzymfunktionsstörungen sowie Muskel- und Gelenkschmerzen hervorrufen. Ob Dioxine beim Menschen Krebs auslösen können, ist nicht abschliessend gesichert. Bei Ratten lösen einige Dioxine Krebs aus.

 

Bei einer akuten Vergiftung ist keine Möglichkeit zur Entgiftung bekannt. Einlagerungen im Fettgewebe des Körpers können selbst durch Blutwäsche nicht ausgeschieden werden.


Direktzahlung

Bei den Direktzahlungen handelt es sich um ein System der Abgeltung gemeinwirtschaftlicher Leistungen der Landwirtschaft. Im Gegensatz zu den früheren Subventionen sind die Direktzahlungen nicht mehr an Produkte gebunden, sondern mit der Bewirtschaftung von Flächen und Betrieben. Sie sind aufgeteilt in allgemeine Direktzahlungen (z.B. Flächenbeiträge) sowie ökologisch und ethologisch (Tierwohl) motivierte Direktzahlungen. Verknüpft mit den Direktzahlungen ist die Einhaltung tierschützerischer und umweltschützerischer Leistungen, zusammengefasst im ökologischen Leistungsnachweis (ÖLN).


DOC (gelöster organischer Kohlenstoff)

Gelöster organischer Kohlenstoff (dissolved organic carbon, DOC). Mass für den Gehalt an gelösten organischen Stoffen. Wird für die Beurteilung der Wassergüte verwendet.


Dotierwassermenge

Wassermenge, die zur Sicherstellung einer bestimmten Restwassermenge bei der Wasserentnahme im Gewässer belassen wird (Art. 4 GSchG).


Dünger

Als Dünger werden Stoffe oder Stoffgemenge bezeichnet, die geeignet sind, den Nährstoffbedarf der wachsenden Pflanzen in den Böden zu decken. Wichtigste Dünger in der Landwirtschaft sind die anfallenden Hofdünger aus der Tierhaltung. An zweiter Stelle stehen mineralische (synthetische) Dünger mit ein oder mehreren Nährstoffkomponenten, gefolgt von Recyclingdüngern wie Kompost oder Gärgut.


Düngerbilanz

siehe Nährstoffbilanz


Durchgangsstrassen

Durchgangsstrassen sind die Autobahnen sowie Kantons- und Gemeindestrassen, die in der Durchgangsstrassenverordnung (SR 741.272) aufgeführt sind.


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